Bibliothek_A http://BibliothekA.blogsport.de Die linke Bibliothek im Rosenheimer Z (Innstr 45a) Thu, 11 Feb 2021 08:46:58 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 en „Das muss man auch mal ganz klar benennen dürfen“ http://BibliothekA.blogsport.de/2021/02/11/das-muss-man-auch-mal-ganz-klar-benennen-duerfen/ http://BibliothekA.blogsport.de/2021/02/11/das-muss-man-auch-mal-ganz-klar-benennen-duerfen/#comments Thu, 11 Feb 2021 08:44:58 +0000 Administrator Allgemein Buch des Monats http://BibliothekA.blogsport.de/2021/02/11/das-muss-man-auch-mal-ganz-klar-benennen-duerfen/ Derzeit sind alle Büchereien und Bibliotheken in Bayern geschlossen, auch die Biliothek_A. Nicht nur deshalb haben wir uns für unser Medium des Monats Februar für ein sowohl digital als auch als Printversion erhältliches Werk entschieden:
Die Broschüre „Das muss man auch mal ganz klar benennen dürfen“

RIAS

Das von RIAS Bayern herausgegebene 48-seitige Heft befasst sich mit „Verschwörungsdenken und Antisemitismus im Kontext von Corona“
In den ersten vier Kapiteln wird den Fragen nachgegangen :

• Was sind Verschwörungserzählungen?
• Was haben Verschwörungserzählungen mit Antisemitismus zu tun?
• Warum sind Verschwörungserzählungen attraktiv?
• Wie kann man auf Verschwörungserzählungen reagieren?

Ab Seite 18 findet sich unter dem Titel „Von Adrenochrom bis ZOG: Verschwörungserzählungen im Kontext der Coronapandemie in Bayern“ ein ausführliches Glossar zu gängigen Verschwörungserzählungen mit von RIAS Bayern dokumentierten Beispielen.

Die Broschüre könnt ihr hier kostenlos downloaden: https://report-antisemitism.de/documents/RIAS_Bayern_Monitoring_Verschwoerungsdenken_und_Antisemitismus_im_Kontext_von_Corona.pdf und natürlich nach der Wiedereröffnung auch in der Bibliothek_A ausleihen.

Im folgenden zitieren wir den Ankündigungstext von RIAS:


Wie manche Personen oder Familiennamen (z.B. Soros, Rothschild, Rockefeller) können auch Chiffren wie Bilderberger, Illuminati oder Freimaurer für „die Juden“ als Feindbild und Projektionsfläche stehen.
Tatsächlichen oder vermeintlichen Geheimgesellschaften wird dabei zugeschrieben, im Verborgenen die Geschicke der Welt zu lenken. Dies geschehe zum Schaden der Allgemeinheit und zum unlauteren, unanständigen Nutzen der vermeintlichen Verschwörer. Wie auch bei anderen Chiffren und im Antisemitismus allgemein ist Teil der Verschwörungserzählungen, dass diese Gesellschaften sehr alt seien und schon lange „die Fäden in der Hand“ hätten.
Einige dieser Chiffren knüpfen an reale Gegebenheiten an, beispielsweise gibt es ein jährliches Treffen von Adeligen, hochrangigen Politiker:innen und Wirtschaftsvertreter:inen (den „Bilderbergern“), das zum ersten Mal 1954 im niederländischen Hotel de Bilderberg stattgefunden hat. Die Geschicke der Welt werden dort allerdings nicht entschieden. Das Treffen dient als Projektionsfläche der Verschwörungserzählungen, von deren Wahrheits-gehalt man bereits überzeugt ist.
Die antimodernen und gegen die Aufklärung gerichteten Verschwörungserzählungen über „Illuminati“ beziehen sich auf den 1776 in Ingolstadt gegründeten fortschrittlichen Illuminatenorden (Illuminati, lat. „die Erleuchteten“). Die Illuminaten traten während ihres kurzen tatsächlichen Bestehens für die Werte der Aufklärung ein, für eine Abschaffung der absolutistischen Herrschaft – und dies nicht durch eine Revolution, sondern durch Unterwanderung, also einer Art früher „Marsch durch die Institutionen“.
Die Verschwörungserzählungen über „Illuminati“ haben auch in der Populärkultur seit langem Konjunktur. Von Literatur über Film und Gaming bis hin zu Musik (insbesondere HipHop) taucht die Fantasie einer Illuminati-Verschwörung auf. Hier schließt sich auch der Kreis zur „Hollywoodelite“ und deren angeblichen geheimen Zirkeln und Machenschaften (vgl. Adrenochrom-Erzählung: https://bit.ly/3tpRIEp).
Wie „die Bilderberger“ und „Illuminati“ ist auch „Freimaurer“ eine häufig auftauchende und potentiell antisemitische Chiffre für geheime Mächte, die angeblich die Welt beherrschen würden. Der Großteil der freimaurerischen Werte entstammt dem Zeitalter der Aufklärung. Als fünf Grundpfeiler gelten die Werte Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, Toleranz und Humanität. Die internationale Verbreitung der Freimaurerbünde und ihre hochgeschätzte Verschwiegenheit und Privatsphäre scheinen sich bestens für Verschwörungserzählungen zu eignen, obwohl Informationen über die Logen, ihre Satzungen, Sitze usw. öffentlich zugänglich sind.
Hier wird einmal mehr deutlich, dass das verschwörungsideologische Denken auch beim Anknüpfen an reale Gegebenheiten nicht mehr mit der Realität abgeglichen wird.
Die Denkstruktur von Verschwörungserzählungen funktioniert analog zu jener des Antisemitismus. Eine vermeintliche kleine, geheim agierende Elite, die für „das Volk“ Böses, für sich selbst aber Profit, Macht und Kontrolle wolle, steuere die Geschicke der Welt. Früher oder später tritt dann häufig zu dieser Struktur das historisch überlieferte „Wissen“ über die angebliche Macht der Juden hinzu, das sich seit dem Vorwurf des Gottesmordes durch die Geschichte zieht. Entweder sind also Verschwörungserzählungen ohnehin schon antisemitisch, oder sie sind aufgrund dieser strukturellen Gleichheit mit dem Antisemitismus sehr anschlussfähig für offenen Antisemitismus.“

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Jagdszenen aus Oberbayern http://BibliothekA.blogsport.de/2020/12/21/jagdszenen-aus-oberbayern/ http://BibliothekA.blogsport.de/2020/12/21/jagdszenen-aus-oberbayern/#comments Mon, 21 Dec 2020 12:50:27 +0000 Administrator Allgemein Veranstaltungen http://BibliothekA.blogsport.de/2020/12/21/jagdszenen-aus-oberbayern/ Jagdszenen aus Oberbayern
LESUNG UND DISKUSSION MIT KLAUS WEBER – 13. JANUAR 2021, 19 Uhr
Die Linke. organisiert am Mittwoch 13.01.eine Onlinebuchvorstellung mit Klaus Weber zu seinem aktuellen Buch »Jagdszenen aus Oberbayern« (https://argument.de/produkt/jagdszenen-aus-oberbayern). Im Anschluss ist Raum für Fragen an den Autor und Diskussion.

Die Onlineveranstaltung beginnt um 19 Uhr. Die Teilnahme ist via Zoom (https://zoom.us/j/98993391717?pwd=L0VTN2REeTA5SEFsc0ZJc3VkOXYwdz09)
oder über facebook Livestream (fb.com/LINKE.muc.sued) möglich.

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„Und warum wollt ihr wieder Feinde sein?“ fragte das Christkind http://BibliothekA.blogsport.de/2020/12/10/und-warum-wollt-ihr-wieder-feinde-sein-fragte-das-christkind/ http://BibliothekA.blogsport.de/2020/12/10/und-warum-wollt-ihr-wieder-feinde-sein-fragte-das-christkind/#comments Thu, 10 Dec 2020 20:47:35 +0000 Administrator Allgemein Veranstaltungen Buch des Monats http://BibliothekA.blogsport.de/2020/12/10/und-warum-wollt-ihr-wieder-feinde-sein-fragte-das-christkind/ Das Z (der Standort der Bibliothek_A) ist wie auch in den letzten Monaten weiterhin geschlossen. Seit Dienstag (01.12.20) sind nun auch alle anderen Büchereien und Bibliotheken in Bayern geschlossen, eine von vielen Anti-Corona-Maßnahmen. Deshalb ist unser Medium des Monats, wieder ein digitales, aber diesmal ein historisches:

Eisner, Kurt: Gesammelte Schriften (Veröffentlicht 1919)

Das im Internetportal bavarikon frei zugängliche Werk empfehlen wir als Vertiefungslektüre zur Weihnachtslesung der Geschichtswerkstatt. Unter dem Motto „Stille Nacht, heilige Nacht, Arbeitsvolk aufgewacht“ werden am kommenden Sonntag ab 19:00 Uhr auf live.askakneipe.de historischer Weihnachtstexte aus der Arbeiter*innenbewegung gelesen. In der Ankündigung zur Lesung heißt es:

„In den vor rund hundert Jahren erschienen Texten wird der kapitalistischen, rauen und unmenschlichen Wirklichkeit der Jahre vor, während und nach dem ersten Weltkrieg, die Sehnsucht nach einem neuen Miteinander und friedlichen Zusammenleben gegenübergestellt. Ergänzt wird die Lesung durch eine wissenschaftliche Einordnung in das historische Geschehen.“

Gelesen werden Texte aus den syndikalistischen Zeitschriften „Proletarisches Kinderland“, „Die schaffende Frau“, „Junge Menschheit“ und „Wahrheit“ sowie Texte von Erich Mühsam und eben Kurt Eisner.

Kurt Eisner (1867-1919), der erste demokratische Ministerpräsident Bayerns, war eben nicht nur Politiker sondern vor allem Journalist und Schriftsteller, der die Weihnachtszeit publizistisch nutzte, um den Krieg anzuprangern. Laut Weber erhält er so Zugang zu den „Massen“ indem „er deren Sorgen und Nöte in seinen erzählerischen Interventionen einzubauen in der Lage ist, gleichzeitig die Sprache der Angesprochenen benutzt und das Material ihres Alltagslebens so bearbeitet, dass Empörung, Rebellion und Befreiung wie selbstverständliche Handlungsweisen in einer kriegerischen, ungerechten Klassengesellschaft erscheinen.“ (https://bayern.rosalux.de/fileadmin/rls_uploads/pdfs/weber_vortrageisner.pdf)
Ein Beispiel ist die an Weihnachten 1916 geschriebene Erzählung „Die vier Könige“ (S. 165-169), in welcher die drei Könige aus dem Morgenlande, sich einig sind, dass gegen Herodes Krieg geführt werden muss:

„Was aber soll aus uns werden, wenn kein Krieg mehr auf Erden ist? Was bedürfen die Menschen dann Herrscher und Eroberer und Feldherren, wenn sie im Frieden sich freuen und keine Grenzen sind zwischen ihnen und der Name Feind stirbt? Wehe uns, käme über uns die Pest des Friedens“ (S.167).

Mit dem Ziel den Herrscher des Friedens zu ermorden,

„begehrten [sie] das Kindlein … in frommer Demut zu schauen, zu beehren und zu beschenken von ihrem Reichtum. Und sie kommen zum Stall, und fallen auf die Knie, vor der Krippe und öffnen ihre Schätze und häufen Gold, Weihrauch und Myrrhen über dem Kindlein“ (ebd.)

Die Mutter danke den Königen und wollte ihr Kind tränken,

da „fand sie es erdrückt unter der schweren Bürde der Gaben, und es weinte nicht mehr und lachte nicht und öffnete nimmer die Augen“ (…) „Die drei Könige aus dem Morgenland aber kehrten heim und verkündeten, daß sie mit sich brächten das große Heil, den Befreier der Welt, und in seinem Namen wollten sie in aller Zukunft den Frieden der Völker verwalten. Darauf brachen sie in Judäa ein und verbrannten das Land und töteten Herodes“. (S.167/168)

Bereits ein Jahr zuvor (1915) steht die Bescherung durchs Christkind im Mittelpunkt der Erzählung „Die Angst der Toten“. Aus dieser stammt das Zitat in der Überschrift („ `Und warum wollt ihr wieder Feinde Sein?` fragte das Christkind“). Diese wird auch Teil der Weihnachtslesung der Geschichtswerkstatt sein.
Beide Geschichten wurden 1919 in Kurt Eisners „Gesammelte Schriften“ wiederveröffentlicht. Die beiden Bände enthalten Eisners publizistisches Schaffen der Jahre 1893 bis Oktober 1918. Eisner bereitete die Ausgabe während seiner Haft 1918 vor. Sie sollte ursprünglich unter dem Titel „Die Träume des Propheten“ erscheinen. Verschiedentlich verfasste er zu den älteren Texten aktuelle Anmerkungen.
Die gesammelten Schriften dokumentieren somit Eisners geistige Entwicklung bis zur Revolution von 1918. Sie enthalten allerdings nicht das gesamte bis dahin entstandene Oeuvre, sondern nur die kleineren Schriften.
Die Ausgabe gliedert sich in vier, thematisch definierte Teile, innerhalb derer die einzelnen Veröffentlichungen in chronologischer Reihenfolge erscheinen:
Band I/Teil 1 „Wir Toten auf Urlaub“ fasst Eisners Schriften über den Ersten Weltkrieg zusammen.
Band I/Teil 2 „Die Heerstraße zum Abgrund“ enthält Schriften zu tagespolitischen Themen von 1893 bis 1914. Dort ist auch die wichtige Auseinandersetzung Eisners mit Karl Kautsky (1854-1938) dokumentiert.
Band II/Teil 3 „Befreiung“ versammelt grundsätzliche Abhandlungen Eisners zu weltanschaulichen Fragen, vor allem zum Sozialismus.
Band II/Teil 4 „Geister“ dokumentiert die Auseinandersetzung Eisners mit Schriftstellern und Philosophen. Die Theaterkritiken gehen teilweise auf seine Tätigkeit als Theaterkritiker bei der Münchner Post (1910-1917) zurück.

(Textende und screenshot https://www.bavarikon.de/object/bav:BSB-CMS-0000000000000560)

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Unsere Alternative: Solidarität http://BibliothekA.blogsport.de/2020/11/24/unsere-alternative-solidaritaet/ http://BibliothekA.blogsport.de/2020/11/24/unsere-alternative-solidaritaet/#comments Tue, 24 Nov 2020 23:08:50 +0000 Administrator Buch des Monats http://BibliothekA.blogsport.de/2020/11/24/unsere-alternative-solidaritaet/
Da das Z weiterhin geschlossen ist, ist unser Medium des Monats eine Broschüre zum kostenlosen download. Hintergrund für unsere Auswahl ist der (online) Vortrag „Angriff von Rechtsaußen – Gewerkschaften im Visier“ des Gewerkschafter und Publizist Stefan Dietl am 26.11.20. Auf Einladung des Rosenheimer noAfD Bündnis wird Dietl die Angriffe auf Gewerkschaften sowie die Strategie der AfD, sich als Interessenvertretung der abhängig Beschäftigten zu inszenieren, analysieren.
Unser Medium des Monats, die Broschüre „Unsere Alternative: Solidarität“ zeigt, dass die AfD im Kern arbeitnehmerfeindlich und rassistisch – und deshalb für Gewerkschafter keine Alternative ist. Das hat eine Arbeitsgruppe des ver.di-Landesbezirks Bayern herausgearbeitet und die Ergebnisse in der Broschüre veröffentlicht.
https://bayern.verdi.de/++file++59b91863e58deb1b2b67f7a6/download/verdi-bayern_Alternative-Solidaritaet_AfD.pdf
Sowie das die Postkarten Infoblöcke „Die AfD, ihr Programm und unsere ver.di-Positionen“
https://mittelfranken.verdi.de/++file++58f7254a7713b85b1dd5d233/download/AfD-Karten%202auf1.pdf

„Die AfD und die soziale Frage“ ein Buch des Referenten war übrigens im Dezember 2017 schon einmal unser Buch des Monats .

Weitere (aktuelle) Informationen zur Veranstaltungsreihe „Rechtsaußen ist keine Alternative“ gibt es im Internet unter: https://noafd.rosenheim.tk/. Interessierte am Vortrag von Stefan Ditel können sich per Email an noafd-rosenheim@riseup.net für den Vortrag, welcher in Kooperation mit der ver.di Jugend Rosenheim organisiert wird, anmelden und erhalten dann den Zugangslink zur Veranstaltung.

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„AUFKLÄREN UND EINMISCHEN“ http://BibliothekA.blogsport.de/2020/09/04/aufklaeren-und-einmischen/ http://BibliothekA.blogsport.de/2020/09/04/aufklaeren-und-einmischen/#comments Fri, 04 Sep 2020 08:48:46 +0000 Administrator Allgemein Buch des Monats http://BibliothekA.blogsport.de/2020/09/04/aufklaeren-und-einmischen/ Das Buch von NSU watch zum „NSU Komplex und dem Münchner Prozess“ ist unser Medium des Monats September. Passend zum Open Air Kino am Sonntag

Mit dem Mord an Enver Şimşek in Nürnberg am 9. September 2000 begann die NSU-Mordserie (NSU Sprengstoffanschläge und Raubüberfälle gab es seit 1998). Im November 2011 kam die rechtsterroristische Mord- und Anschlagsserie des sogenannten Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) ans Licht. 20 Jahre nach dem ersten Mord und neun Jahre nach dem Bekanntwerden des NSU ist die Aufarbeitung des NSU-Komplexes noch lange nicht abgeschlossen, die Gefahr des rechten Terrors bleibt schrecklich aktuell. Am 6. Mai 2013 begann der Prozess gegen die Beteiligung an der Mordserie der neonazistischen Gruppierung Nationalsozialistischer Untergrund (NSU):

„Damit begann auch, anderthalb Jahre nachdem der NSU sich am 4.November 2011 selbst enttarnt hatte, die strafrechtliche Aufarbeitung der längsten und tödlichsten Mordserie durch eine neonazistische Vereinigung in Deutschland nach 1945. Die Aufarbeitung auch davon, wie es drei Neonazis – Zschäpe, Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt – gelingen konnte, 1998 vor der Polizei zu fliehen und 13 Jahre unerkannt in den sächsischen Städten Chemnitz und Zwickau zu leben, zehn Menschen zu ermorden, drei Bombenanschläge zu verüben, mindestens 26 Menschen zum Teil schwer zu verletzen und mindestens 15 Raubüberfälle zur Finanzierung ihres Untergrundalltags und ihres Terrors zu begehen.“ (Einleitung AUFKLÄREN UND EINMISCHEN, S.14)

NSU-Watch hat den NSU-Prozess beobachtet, jeden Tag protokolliert und der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus haben sich Landesprojekte gegründet, die die parlamentarischen Aufklärungsbemühungen begleiten. Dafür wurde der Blog NSU Watch 2020 auch mit dem Grimme Online Award ausgezeichnet.
In dem jetzt erschienenen Buch ist das zentrale Anliegen von NSU-Watch, „die rassistischen Strukturen, die den NSU hervorbrachten, ihn wissentlich oder unwissentlich unterstützten und so zehn Morde, drei Sprengstoffanschläge und 15 Raubüberfälle zwischen 1998 und 2011 möglich machten, entlang der Geschehnisse und Akteur*innen des NSU-Prozesses in München aufzuzeigen“. Auf  232 Seite, in acht Kapiteln bietet dieses im Verbrecher Verlag geschienene Buch trotz der vielen offen gebliebenen Fragen eine Zwischenbilanz, die antifaschistischer Demokratieförderung zugrunde gelegt werden kann.

Unser Medium des Monats ist das passende Begleitbuch zu dem Film „Spuren – Die Opfer des NSU“ welcher am So, 06.09.20 als-Open Air Kino in der Vetternwirtschaft gezeigt wird. Plätze für die Filmvorführung müssen vorab per Mail an contre.rosenheim[ät]systemli.org reserviert werden. Mit der Bestätigung erhalten die Besucher*innen auch alle Informationen rund um die Corona-Hygieneregeln. Wir veröffentlich im folgenden die Pressemitteilung von contre la tristesse :

Spuren – Die Opfer des NSU
Am Sonntag, 06. September, wird in der Vetternwirtschaft der Dokumentarfilm „Spuren – Die Opfer des NSU“ als Open Air Kino gezeigt. Mit dem Mord an Enver Şimşek in Nürnberg am 9. September 2000 begann vor 20 Jahren die NSU-Mordserie. Während Täter und Taten des rechtsextremen NSU-Terrornetzwerks heute Teil des kollektiven Gedächtnisses sind, ist über die Opfer und ihre Angehörigen nur wenig bekannt. Für den Film hat sich Aysun Bademsoy auf Spurensuche begeben und mit Kindern, Geschwistern und Ehepartnerinnen gesprochen
Zwischen September 2000 und April 2007 wurden acht Männer mit türkischen Wurzeln, ein griechischstämmiger Mann sowie eine deutsche Polizistin ermordet. Die Ermittlungen wurden zunächst ausschließlich im Umfeld der nicht-deutschen Opfer mit Verdacht auf Drogenhandel und organisierte Kriminalität geführt. Die Familien der Ermordeten wurden so ein weiteres Mal zu Opfern, diesmal von vorurteilsvoller Stigmatisierung. Nach einem gescheiterten Bankraub führte die Spur schließlich zu der rechtsextremen Terrorgruppe „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU). Nach dem Suizid der beiden Haupttäter begann 2013 der Prozess gegen die einzige Überlebende des NSU-Trios, Beate Zschäpe, sowie vier mutmaßliche Helfer und Unterstützer. Beim Ende des Prozesses 2018 ließen die zu milden Strafen für die Mitangeklagten und die zahlreichen ungeklärten Fragen die Angehörigen der Opfer enttäuscht und desillusioniert zurück. Ihr Glaube an den Rechtsstaat ist grundlegend erschüttert.
Spuren – das sind nicht nur die Hinweise, die Verbrecher am Tatort hinterlassen, sondern auch die Verletzungen und Narben, die ihre Taten bei den Angehörigen der Opfer, in den migrantischen Gemeinschaften und in der gesamten deutschen Gesellschaft verursachen. In ihrem Dokumentarfilm begibt sich die türkischstämmige Regisseurin Aysun Bademsoy auf die Suche nach diesen Spuren und stellt sich dabei die Frage, welcher Prozess diese Verletzungen überhaupt heilen könnte. „Spuren“ ist ein vielschichtiger Dokumentarfilm, der das Scheitern von Ermittlern und Justiz beleuchtet – und den Angehörigen der Opfer endlich eine Stimme gibt.
Die Filmvorführung in der Vetternwirtschaft (Oberaustr.2, Rosenheim) ist eine Veranstaltung von contre la tristesse in Kooperation mit dem Kurt-Eisner-Verein. Der Eintritt ist frei, der Einlass ist zwischen 19:15 und 19:45 Uhr möglich. Plätze müssen aber vorab per Mail an contre.rosenheim@systemli.org reserviert werden. Mit der Bestätigung erhalten die Besucher*innen auch alle Informationen rund um die Corona-Hygieneregeln.
Weitere Informationen zum Film gibt es im Internet unter: https://salzgeber.de/spuren. Hintergrundinfos zum Veranstaltungsort (https://vfbk.net/) und den Veranstaltern (https://contre.rosenheim.tk & https://bayern.rosalux.de/) sind ebenfalls online zu finden.

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http://BibliothekA.blogsport.de/2020/09/04/aufklaeren-und-einmischen/feed/
Medium des Monats: Hitlerverehrung, Volkstod und Verschwörungstheorie http://BibliothekA.blogsport.de/2020/08/11/medium-des-monats-hitlerverehrung-volkstod-und-verschwoerungstheorie/ http://BibliothekA.blogsport.de/2020/08/11/medium-des-monats-hitlerverehrung-volkstod-und-verschwoerungstheorie/#comments Tue, 11 Aug 2020 19:45:00 +0000 Administrator Allgemein Buch des Monats http://BibliothekA.blogsport.de/2020/08/11/medium-des-monats-hitlerverehrung-volkstod-und-verschwoerungstheorie/ Medium des Monats August
Hitlerverehrung, Volkstod und Verschwörungstheorie – AfD im Bezirkstag Oberbayern

Aufgrund der COVID-19-Pandemie und der damit verbundenen vorübergehenden Schließung des Z gab es länger kein Buch des Monats. Für August haben wir die Broschüre „Hitlerverehrung, Volkstod und Verschwörungstheorie“ zu unserem Medium des Monats gekürt. Die von Prof. Klaus Weber verfasste 53-seitige Dokumentation zu den Aktivitäten der AfD im Bezirkstag Oberbayern könnt Ihr auch digital downloaden und lesen..
Sie gliedert sich in ein Vorwort, eine Chronologie (S. 5-29), eine Dokumentation von Reden und Beiträgen Oberbayerischer AfD Bezirksräte (S. 31-47) und bietet Personeninforationen (S. 49- 52). In der Broschüre geht es u.a. um Christian Demmel, welcher nicht nur Bezirksrat in Oberbayern ist, sondern auch Stadtrat in Kolbermoor und Kreisrat im Landkreis Rosenheim. Für Weber ist Demmel als ein „besonders gefährlicher Agitator (…) hervorzuheben“. Auf Seite 5 der Veröffentlichung heißt es beispielsweise:

„Seine Vergleiche mit den Opfern des deutschen Faschismus und die wahnhafte Vorstellung, er und seine AfD werde vernichtet („Sie verkaufen ihren neuen Holocaust als »Kampf gegen rechts«“) paaren sich mit wüsten Ausfällen gegen politische Gegner_innen (gepostetes Foto auf der Kolbermoorer AfD-Homepage mit dreckigen Schweinen, die jeweils Embleme der gegnerischen Parteien zeigen). Menschen mit anderer politischer Gesinnung werden als „Meute von asozialem Pack“ bezeichnet – zur Anwendung von Gewalt ist es bei solchen Beleidigungen und Beschimpfungen nur noch ein kleiner Schritt.“

(Weber, 2020, S.5)
Hier zwei weitere Beispiele aus der Chronologie


(Weber, 2020, S.6)

(Weber, 2020, S.9)

Nach dem Mord am CDU-Politiker Walter Lübcke war auf Demmels Facebook-Seite der Kommentar einer Parteifreundin zu lesen, es „hat … endlich mal einen der Verursacher getroffen. Von meiner Seite kein Mitleid“. Facebook hat nach einer Anzeige diesen Kommentar gelöscht, Demmel behauptete, er habe ihn nicht gelesen. (vgl. (Weber, 2020, S.18)

Demmels Reden und Posts ( im Kapitel DOKUMENTE sind einige nachzulesen) erscheinen manchmal wirr, enthalten aber die zentralen Stichworte der AfD-Propaganda: Volkstod, Diktatur, Altparteien, profitgierige Bonzen, Staatsmedien etc. Hier ein Beispiel aus seiner Rede am 10.10.18 zum Thema Migration und Asyl beim AfD Kreisverband Rosenheim

(Weber, 2020, S.40)

Im letzten Kapitel „Personen“ gibt es Informationen zu den sieben AfD Bezirkstagsabgeordneten (ja es sind alles Männer). Auf Seite 49 heißt es zu „Demmel Christian“:

Geboren 1966, verheiratet, zwei Kinder, röm.-kath., Heilpraktiker für Psychotherapie, IT-Servicetechniker. Stadtrat im Kolbermoor, Kreisrat im Landkreis Rosenheim. Parteifunktionen: Vorsitzender des Ortsverbands Kolbermoor-Großkarolinenfeld; stellvertretender Vorsitzender im Kreisverband Rosenheim; Mitglied im Landesfachausschuss für Pflege und Gesundheit der AfD Bayern.
*
Demmel bezeichnet sich auf Facebook als „soziales Gewissen“ der AfD. Fühlt sich von Vernichtung und Verfolgung bedroht, bezeichnet Deutschland unter Merkel als Diktatur und unterstützt Verbindungen zur Identitären Bewegung und zu Pegida. Mitorganisator der Corona-Rebellen Rosenheim. Veranstaltung gemeinsam mit dem Neofaschisten und Fraktionsvorsitzenden der AfD Brandenburgs, Andreas Kalbitz. Auf Demmels Facebook-Seite war nach der Ermordung Walter Lübckes zu lesen, es habe „endlich mal einen der Verursacher getroffen“.

(Weber, 2020, S.40)

Der Autor hat dem NO AfD Bündnis die Broschüre zur Verfügung gestellt. Eine pdf Version könnt Ihr auch hier kostenlos downloaden:
No AfD Rosenheim

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Neuer Bibliotheksverbundkatalog antifaschistischer Archive http://BibliothekA.blogsport.de/2020/04/27/neuer-bibliotheksverbundkatalog-antifaschistischer-archive-2/ http://BibliothekA.blogsport.de/2020/04/27/neuer-bibliotheksverbundkatalog-antifaschistischer-archive-2/#comments Mon, 27 Apr 2020 21:34:46 +0000 Administrator Allgemein http://BibliothekA.blogsport.de/2020/04/27/neuer-bibliotheksverbundkatalog-antifaschistischer-archive-2/ Neuer Bibliotheksverbundkatalog antifaschistischer Archive
Antifaschismus ist auch in der Bibliothek_A ein wichtiges Themenfeld:
Im Vergleich zu Fachbibliotheken ist unser Bestand jedoch eher gering. Das Münchner a.i.d.a. Archiv hat beispielsweise über 1700 Publikationen zum Thema im Bestand verzeichnet – und kontinuierlich werden es mehr!
Seit kurzem bieten nun Antifaschistische Archive und Dokumentationsprojekte aus sechs deutschen Städten (u.a. München) einen gemeinsamen Bibliothekskatalog (OPAC – Online Public Access Catalogue) an, in dem sich online die Buch- und Broschürenbestände der beteiligten Projekte durchsuchen lassen.
http://bibliothek.antifa-archiv.org/
Der Verbundkatalog ist ab sofort unter bibliothek.antifa-archiv.org zu finden.

Was wir in Rosenheim so Vorort haben findet Ihr hier:
http://ildb.nadir.org/q/ort/22/signatur/ant.html

Im folgenden dokumentieren wir die Meldung „Neuer Bibliotheksverbundkatalog antifaschistischer Archive“:


Antifaschistische Archive und Dokumentationsprojekte aus sechs deutschen Städten bieten nun erstmals einen gemeinsamen Bibliothekskatalog (OPAC – Online Public Access Catalogue) an, in dem sich online die Buch- und Broschürenbestände der beteiligten Projekte durchsuchen lassen.
Der inhaltliche Schwerpunkt liegt auf Sekundärliteratur zu verschiedenen Facetten der extremen Rechten in Deutschland und Europa nach 1945. Darüber hinaus findet sich im OPAC Primärliteratur aus der Zeit der Weimarer Republik, des Nationalsozialismus sowie zu aktuellen Erscheinungsformen der extremen Rechten.
Über die unterschiedlichen Zugangsbedingungen – in der Regel handelt es sich um Präsenzbibliotheken – informieren die jeweiligen bestandsführenden Einrichtungen. Im OPAC sind mehr als 20.000 Bücher und Broschüren verzeichnet. Weitere Bestände wie Zeitschriften, Zeitungen, Flugblätter und Plakate sowie Vor- und Nachlässe können direkt in den Archiven erfragt werden.
An dem Projekt sind beteiligt:
- Antifaschistische Informations-, Dokumentations- und Archivstelle München e. V. (a.i.d.a.) – München
- Antifaschistisches Bildungszentrum und Archiv Göttingen e.V. (ABAG) – Göttingen
- antifaschistisches pressearchiv und bildungszentrum berlin e.V. (apabiz) – Berlin
- Antifa-Archiv – Düsseldorf
- Archiv zum ehemaligen „Jugend-KZ und späteren Vernichtungsort Uckermark“ (im apabiz) – Berlin
- Argumente & Kultur gegen rechts e.V. – Bielefeld
- Zeitgeschichtliche Dokumentationsstelle Marburg e.V. (ZDM) – Marburg
Mit dem gemeinsamen OPAC wollen wir als beteiligte Projekte unseren Nutzer*innen eine vereinfachte überregionale Recherche ermöglichen und zugleich deutlich machen, dass es in verschiedenen deutschen Städten antifaschistische Archive und Dokumentationsprojekte gibt, die über den Bibliotheksbestand hinaus auch zahlreiche Archivalien und Graue Literatur im Bestand haben. Die extreme Rechte hat eine langjährige Geschichte, die allerdings in staatlichen Archiven kaum recherchiert werden kann. Diese fehlende Überlieferung wird durch antifaschistische Dokumentationsprojekte und Archive geleistet, in denen zehntausende von Primärquellen der extremen Rechten eingesehen werden können. Mit Hilfe der hier vorhandenen Quellen lässt sich die Geschichte, aber auch die Gegenwart der extremen Rechten in Deutschland nachzeichnen. Weiterführende Informationen zu den Archiven sind auf den jeweiligen Homepages der Projekte zu finden.
Der Verbundkatalog ist ab sofort unter bibliothek.antifa-archiv.org zu finden.

Quelle: https://www.aida-archiv.de/2020/04/27/neuer-bibliotheksverbundkatalog-antifaschistischer-archive/

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http://BibliothekA.blogsport.de/2020/04/27/neuer-bibliotheksverbundkatalog-antifaschistischer-archive-2/feed/
Rechtsextremismus Band 3: Geschlechterreflektierte Perspektiven unser Monatsbuch März http://BibliothekA.blogsport.de/2020/02/29/rechtsextremismus-band-3-geschlechterreflektierte-perspektiven-unser-monatsbuch-maerz/ http://BibliothekA.blogsport.de/2020/02/29/rechtsextremismus-band-3-geschlechterreflektierte-perspektiven-unser-monatsbuch-maerz/#comments Sat, 29 Feb 2020 14:52:24 +0000 Administrator Allgemein Buch des Monats http://BibliothekA.blogsport.de/2020/02/29/rechtsextremismus-band-3-geschlechterreflektierte-perspektiven-unser-monatsbuch-maerz/ Die jüngsten rechtsextremen Anschläge, selbstbewussten Angriffe auf die Zivilgesellschaft durch die AfD und öffentlich gewordenen neonazistische Netzwerke machen nur deutlich, was sich schon seit langem ein Erstarken des Rechtsextremismus abzeichnet.
Die Bedeutung von Geschlecht und Geschlechterhierarchie ist für das rechtsextreme Gesellschaftsbild unter anderem ein grundlegendes Thema. Aus einer Abwehr der Öffnung der Gesellschaft entstand so z.B. die „Demo für Alle“ die sich ursprünglich gegen gelehrte Diversität in der Sexualerziehung von Kindern und Jugendlichen wand. Die Angst vor dem „Genderterror“ hat sich seit dem mit der Hilfe der AfD bis in einen öffentlichen Diskurs ausgeweitet. Mit dem Buch des Monats März wollen wir zum Frauen*kampftag mit diesem Buch das Thema Rechtsextremismus und Geschlechterbilder aufgreifen.
Rechtsextremismus
Band 3: Geschlechterreflektierte Perspektiven

Band 3 der von der Wiener Forschungsgruppe -Ideologien und Politiken der Ungleichheit herausgegebenen Rechtsextremismus-Reihe befasst sich mit Verhandlungen von Geschlecht im Rechtsextremismus. Der Band versucht sowohl einen Überblick über den gegenwärtigen Forschungsstand zu geben als auch auf bislang kaum bearbeitete Themenaspekte und Akteur*innen einzugehen. Dazu gehören etwa Phänomene wie die aktive Partizipation von Trans*-Personen innerhalb des rechtsextremen Spektrums oder auch die grundlegende Inter- und Trans*-Feindlichkeit der Szene.
Weiter wird näher auf die Bedeutung von unterschiedlichen Männlichkeitskonstruktionen innerhalb der extremen Rechten eingegangen. Ein Fokus wird zudem auf antifeministische Mobilisierungen gelegt, die verstärkt eine Scharnierfunktion zu anderen Akteur*innen und Ungleichheitsideologien wie Antisemitismus und Rassismus bilden.

Das Buch ist als Buch des Monats März der Bibliothek_A am Eingang des Z ausgestellt und kann in der Bibliothek_A entliehen werden. Außerdem findet ihr es beim Konzert zum Frauen*kampftag am 7.3.2020 in der Vetternwirtschaft am Infotisch.

Das „offizielle Programm „Jetzt.Frauen.Machen.Jetzt.“ des„Aktionsbündnis Internationaler Frauentag Rosenheim findet Ihr hier:  https://www.rosenheim.de/stadt-buerger/aemter-und-dienststellen/gleichstellungsstelle/internationaler-frauentag/internationaler-frauentag.html
Des weiteren gibt es noch einige weitere feministische Veranstaltungen in und um Rosenheim:

-> So., 01.03.20 // 19:00 Uhr // Z, Linkes Zentrum, Innstr 45a, Rosenheim
Politischer Film zum Frauenkampftag
Dokumentarfilm über die Riot Grrrl Bewegung

-> Sa., 07.03.20 // 20:00 Uhr // Vetternwirtschaft, Oneraustr 2, Rosenheim
Konzert zum Frauenkampftag
mit elcassette, Dog Dimension, Erbsünde

-> So., 08.03.20 // 15 Uhr // Alter Markt, Salzburg
Demonstration zum feministischen Kampf·Tag. (FLIT* only)
8. März ist alle Tage – dies ist eine Kampfansage!

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„Der Lebensborn e.V.“ unser Monatsbuch (Februar), passend zur Exkursion nach Steinhöring. http://BibliothekA.blogsport.de/2020/02/02/der-lebensborn-e-v-unser-monatsbuch-februar-passend-zur-exkursion-nach-steinhoering/ http://BibliothekA.blogsport.de/2020/02/02/der-lebensborn-e-v-unser-monatsbuch-februar-passend-zur-exkursion-nach-steinhoering/#comments Sun, 02 Feb 2020 21:06:38 +0000 Administrator Buch des Monats http://BibliothekA.blogsport.de/2020/02/02/der-lebensborn-e-v-unser-monatsbuch-februar-passend-zur-exkursion-nach-steinhoering/ Im Rahmen der Max Mannheimer Kulturtage findet am kommenden Samstag (08.02.20) eine Exkursion mit dem Titel „Die Lebensborn-Kinder von Steinhöring“ statt. (Abfahrt Rosenheim: 12:15 Uhr | Kosten: 18.- Euro | Anmeldung erforderlich unter Tel.: 08061 7257 bzw. office@hollinger-bus.de) . Weitere Infos: HIER

Aus diesem Grund haben wir uns entschieden das 2009 vom Kreisjugendring Ebersberg als Begleitbroschüre zur Ausstellung „Der Lebensborn e.V.“ erschienene Heft zu unserem Buch des Monats Februar zu machen.Auf 36 Seiten wurden alle Texte der Ausstellungstafeln inhaltlich erweitert und mit den Quellenangaben ergänzt.

Auf dem Gelände des Einrichtungsverbundes Steinhöring wurde in der Zeit des Nationalsozialismus das erste „Lebensborn“-Heim errichtet. Es existierte von 1936 bis 1945. Das damalige „Heim Hochland“ war Teil der rassistischen Ideologie der Nationalsozialisten. Die „Lebensborn“- Heime dienten dazu, dass als „reinrassisch“ eingestufte Frauen, die ledig
schwanger wurden, ihr Kind abgeschirmt von der Öffentlichkeit zur Welt bringen konnten. Die Kinder wurden dann zur Adoption freigegeben. Als Adoptiveltern kamen wiederum nur Paare in Frage, die den Ariernachweis erbrachten und überzeugte Nationalsozialisten waren. Während in Steinhöring Frauen, die dem arischen Idealbild entsprachen, bei der Geburt ihres Kindes unterstützt und völkisch gebildet wurden, wurden Menschen mit Behinderung aus den benachbarten Einrichtungen im Rahmen der T4 Aktion ermordet.
Um an die Folgen von rassistischem und ausgrenzendem Denken und Handeln zu erinnern, lädt der Historische Verein Bad Aibling und die Geschichtswerkstatt Rosenheim im Rahmen der Max Mannheimer-Kulturtage zu einem Rundgang auf dem Gelände mit Erläuterungen der Historikerin (und Autorin der oben erwähnten Ausstellung) Anna Bräsel ein.

Die Broschüre findet Ihr aktuell im „Buch des Monats“ Ständer und ansonsten in der Rubrik „ges – Geschichte“. Außerdem gibt es weitere Bücher zum Thema in der Bibliothek_A, z.B. von Anna Bräsel mit herausgegebene Buch „Kinder für den Führer – der Lebensborn in München“(2013) oder das von Dr. Georg Lilienthal im FISCHER Verlag veröffentlichte Buch „ Der »Lebensborn e. V.«: Ein Instrument nationalsozialistischer Rassenpolitik“ (2003).

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„Max Mannheimer – Überlebender, Künstler, Lebenskünstler“ – Monatsbuch Jan http://BibliothekA.blogsport.de/2020/01/23/max-mannheimer-ueberlebender-kuenstler-lebenskuenstler-monatsbuch-jan/ http://BibliothekA.blogsport.de/2020/01/23/max-mannheimer-ueberlebender-kuenstler-lebenskuenstler-monatsbuch-jan/#comments Thu, 23 Jan 2020 18:10:34 +0000 Administrator Buch des Monats http://BibliothekA.blogsport.de/2020/01/23/max-mannheimer-ueberlebender-kuenstler-lebenskuenstler-monatsbuch-jan/ In Bad Aibling starten morgen (Fr. 24.01.20) die Max-Mannheimer-Kulturtage Bad Aibling 2020 unser Buch des Monats ist deshalb das 2011 im Volk Verlag erschienene Buch:
„Max Mannheimer – Überlebender, Künstler, Lebenskünstler: Ausgewählte Reden und Schriften von und über Max Mannheimer“

In der Buchbeschreibung heißt es:

Theresienstadt, Auschwitz, das Warschauer Ghetto, Dachau – diese Orte stehen in aller Welt für die Gräueltaten des Nationalsozialismus. Max Mannheimer hat sie überlebt. Seit nunmehr 25 Jahren tritt er als Zeitzeuge vor Schulklassen, Jugendliche und Erwachsene und leiht den Opfern des Holocaust sein Gesicht und seine Stimme. Max Mannheimer ist aber viel mehr als ein Zeitzeuge: Sein ungebrochener Sinn für Humor, sein Charme und seine ausdrucksstarke Malerei sind die Facetten einer eindrucksvollen Persönlichkeit.

Im Z findet Ihr das Buch aktuell im „Buch des Monats“ Ständer und ansonsten unter der „bio-M 1“ in der Rubrik „Biographien, Personen“. Und hier noch eine Übersicht der diesjährigen Veranstaltungen im Rahmen der Max-Mannheimer-Kulturtage Bad Aibling 2020
Weitere Infos gibt es unter: http://max-mannheimer-kulturtage.de/

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