Bibliothek_A http://BibliothekA.blogsport.de Die linke Bibliothek im Rosenheimer Z (Innstr 45a) Fri, 01 Jun 2018 11:16:11 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 en Buch des Monats: „Sperlingskinder“ von Antje Kosemund http://BibliothekA.blogsport.de/2018/06/01/buch-des-monats-sperlingskinder-von-antje-kosemund/ http://BibliothekA.blogsport.de/2018/06/01/buch-des-monats-sperlingskinder-von-antje-kosemund/#comments Fri, 01 Jun 2018 10:37:53 +0000 Administrator Allgemein Veranstaltungen Buch des Monats http://BibliothekA.blogsport.de/2018/06/01/buch-des-monats-sperlingskinder-von-antje-kosemund/ Am Samstag 02.06.18 kommt die Zeitzeugin Antje Kosemund (Stiftung Auschwitz-Komitee) nach Wasserburg und referiert zum Thema Euthanasie während des Nationalsozialismus und deren Aufarbeitung. Die Veranstaltung wird von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft in Kooperation mit der Gruppe „contre la tristesse“ und dem Kurt Eisner Verein organisiert und findet im Rahmen einer Exkursionsreihe zu kaum bekannten NS-Gedenkstätten im Raum Rosenheim statt. Die Teilnahme an der Führung und dem Zeitzeugengespräch ist kostenlos. Aus Rosenheim gibt es eine Exkursionsfahrt. Diese startet um 12:15 Uhr am Bahnhof Rosenheim. Die Kosten für die Zugfahrt nach Wasserburg müssen die Teilnehmenden selbst bezahlen.
Weitere Informationen gibt es unter: https://contre.rosenheim.tk/nationalsozialismus-in-rosenheim/

Wir nehmen die Exkursion zum Anlass, das 2011 im VSA Verlag erschienene Buch „Sperlingskinder“ von Antje Kosemund zu unserem Buch des Monats zu küren:

Antje Kosemund
Sperlingskinder

Faschismus und Nachkrieg:
Vergessen ist Verweigerung der Erinnerung!
184 Seiten | mit zahlreichen Fotos | 2011 | EUR 16.80
ISBN 978-3-89965-494-3

Antje Kosemund erzählt die Geschichte ihrer Familie. Ihre Erinnerungen und ihr Wirken bis in die Gegenwart sind Zeugnis für ein widerständiges Leben – gegen die Verdrängung der Wunden, die Faschismus, Kriegszeit und Nachkriegszeit bei vielen Opfern und ihren Angehörigen hinterlassen haben.
Das von der Autorin beschriebene Lebensbild reicht zurück bis zum November 1932, als die Hitler-Diktatur bereits ihre Schatten voraus warf. Die Verhaftung des Vaters Bruno Sperling durch die Gestapo im Mai 1933, die Ängste und Einschränkungen während der NS-Zeit wurden zu prägenden Erfahrungen.
Sie haben Antje Kosemund nicht entmutigt – im Gegenteil. Die letzten Worte der früh verstorbenen Mutter, »Pass gut auf die Kleinen auf«, wurden ihr zur Verpflichtung. Ein Schwerpunkt ihrer Geschichte ist daher die Gedenkarbeit für die lange vergessene Schwester Irma, die als Kind dem »Euthanasie«-Mordprogramm der Nazis zum Opfer fiel. Die Kraft und Hartnäckigkeit, die notwendig waren, um ihr und ihren Leidensgefährtinnen endlich einen würdigen Gedenkort zu schaffen, zeigt: Erinnerung kann befreiend sein!

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Des weiteren wollen wir auf ein weiteres zu dem Thema passendes Buch aus dem Bibliothek_A Bestand hinweisen: „Psychiatrie im Nationalsozialismus: Die Bayerischen Heil- und Pflegeanstalten zwischen 1933 und 1945“ (Signatur nat-C1):
In der Zeit des Nationalsozialismus wurden 20.000 psychisch kranke Menschen aus Bayern ermordet oder starben einen qualvollen, bewusst herbeigeführten Hungertod. Die bayerischen Heil- und Pflegeanstalten selbst, die eigentlich zur Betreuung und zum Schutz ihrer Patienten gegründet worden waren, beteiligten sich aktiv an den Verbrechen. Beschäftigte der heutigen bayerischen Bezirkskrankenhäuser haben diese Taten anhand der Archive ihrer Häuser aufgearbeitet und das jahrzehntelange Schweigen gebrochen. Das daraus entstandene und bereits 1999 erschienene (inzwischen ausverkauft) Buch, gilt als einzigartige Standardwerk und ist weiterhin aktuell. Lokalgeschichtlich ist besonders der Beitrag von Hans Ludwig Bischof zur „Heil- und Pflegeanstallt Gabersse“ (S. 363 ff.) interessant.

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Unsere neununddreißig Bücher des Monats – die MEW http://BibliothekA.blogsport.de/2018/05/05/unsere-neununddreissig-buecher-des-monats-die-mew/ http://BibliothekA.blogsport.de/2018/05/05/unsere-neununddreissig-buecher-des-monats-die-mew/#comments Sat, 05 May 2018 19:04:46 +0000 Administrator Allgemein Buch des Monats http://BibliothekA.blogsport.de/2018/05/05/unsere-neununddreissig-buecher-des-monats-die-mew/ Heute zum 200. Geburtstag von Karl Marx präsentieren wir statt dem Buch des Monats unsere 39 Bücher des Monats: Die Marx-Engels-Werke (MEW) auch bekannt als Blaue Bände. Bei uns in der Bibliothek_A haben wir:

* Bd. 1–22 (Werke und Schriften): Hier sind die bekannten philosophischen, ökonomischen, historischen und politischen Werke, Publikationen, Artikel und Reden von Marx und Engels abgedruckt, darunter bspw. „Die deutsche Ideologie“ (Bd. 3), das „Kommunistische Manifest“ (Bd. 4), „Der achtzehnte Brumaire des Louis Bonaparte“ (Bd. 8 ), „Kritik des Gothaer Programms“ (Bd. 19) oder Engels‘ „Anti-Dühring“ (Bd. 20).
* Bd. 23–26.3 (ökonomische Schriften): Dieser Bereich umfasst die drei Bände von Marx‘ Hauptwerk „Das Kapital“ (Bd. 23–25) und die „Theorien über den Mehrwert“ (Bd. 26.1–26.3), einen Teil des ökonomischen Manuskripts der Jahre 1861–1863.
* Bd. 27–39 (Briefe): Die Briefbände umfassen den Briefwechsel von Marx und Engels miteinander und an dritte Personen (jedoch anders als die MEGA nicht die Briefe dritter Personen an Marx und Engels) aus dem Zeitraum 1842–1895.
Auch haben wir:
* Zwei Verzeichnisbände: Ein erster Band (Marx Engels Verzeichnis – Erster Band: Werke Schrift Artikel) im Jahre 1968, ein zweiter (Marx Engels Verzeichnis – Zweiter Band: Briefe Postkarten Telegramme) 1971.
* Sachregister für Bd. 1–39: Nachdem bereits 1983 bei Pahl-Rugenstein ein Sachregister für die MEW erschienen war, folgte die offizielle Ausgabe des Dietz Verlags im Jahr 1989 (Karl Marx – Friedrich Engels Werke. Sachregister (Band 1–39)).

Noch nicht in unserem Bestand sind die Ergänzungsbände Bd. 40–44. Falls die wer zu hause rum stehen hat und nicht mehr braucht: Bücherspenden sind bei uns (genauso wie Geldspenden) herzlich willkommen.

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Nie wieder. Schon wieder. Immer noch. – Unser Buch des Monats http://BibliothekA.blogsport.de/2018/02/17/nie-wieder-schon-wieder-immer-noch-unser-buch-des-monats/ http://BibliothekA.blogsport.de/2018/02/17/nie-wieder-schon-wieder-immer-noch-unser-buch-des-monats/#comments Sat, 17 Feb 2018 12:54:52 +0000 Administrator Allgemein Veranstaltungen Buch des Monats http://BibliothekA.blogsport.de/2018/02/17/nie-wieder-schon-wieder-immer-noch-unser-buch-des-monats/ In Rosenheim findet derzeit die Veranstaltungsreihe „Kein Schlussstrich – NSU Komplex und rechter Terror in Bayern“ statt. Passend dazu haben wir unser Buch des Monats ausgewählt: Der Katalog zur Ausstellung „ Nie wieder. Schon wieder. Immer noch. Rechtsextremismus in Deutschland seit 1945“ des NS-Dokumentationszentrums München (noch bis 02.04.18)
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Der Ausstellungskatalog dokumentiert die gesamte Ausstellung und ergänzt diese um dreizehn Fachbeiträge, die sich dem Themenfeld Rechtsextremismus aus unterschiedlichen Perspektiven nähern. Die Autorinnen und Autoren sind allesamt Expertinnen und Experten und haben sich in ihrem jeweiligen Fachbereich intensiv mit dem Rechtsextremismus befasst. Unter ihnen sind neben Historikern und Politikwissenschaftlern auch Pädagogen, Juristen und Journalisten sowie Fachleute aus Betroffenenverbänden und Ausstiegsorganisationen vertreten. Neben aktuellen wissenschaftlichen Analysen der „extremen Rechten“ (mit Beiträgen u. a. von Wolfgang Benz, Alexander Häusler, Beate Küpper und Andreas Zick) werden die politischen und gesellschaftlichen Gegenstrategien sowie die Perspektive der Opfer vorgestellt (Beiträge u. a. von Miriam Heigl, Marcus Buschmüller, Jutta Neupert und Siegfried Benker). Ergänzt wird das Spektrum durch zwei journalistische Fallstudien zu den beiden wohl am tiefsten im kollektiven Gedächtnis der Deutschen eingegrabenen Verbrechen des rechten Terrors seit 1945, dem Oktoberfest-Attentat (Ulrich Chaussy) und den Morden des Nationalsozialistischen Untergrunds (Thies Marsen).

Dieses Buch, beinhaltet nicht nur lokale Vorfälle (u.a. aus Bad Aibling), es passt eben auch hervorragend zu den kommenden beiden Veranstaltungen:
Am So, 18.02.18 (19:00 Uhr) referiert Robert Andreasch („AIDA Archiv“, München) im Z zu„Geschichte, Konzepte und Bedingungen rechten Terrors in Bayern“.
In dem Begleitbuch zur Ausstellung ist auch der Andreasch Beitrag „Vom Penzberger Rathaus bis zum Münchner Olympia-Einkaufszentrum. Rechte Attentate in Bayern“ veröffentlicht. Wir möchten uns der Einschätzung von Johannes Hartl im Störungsmelder der ZEIT anschließen:

„(…)Besonders positiv fällt hier der Beitrag von Robert Andreasch auf, einem erfahrenen Fachjournalisten und Mitarbeiter des aida-Archivs in München. Der Autor präsentiert eine Chronik des Rechtsterrorismus in Bayern seit 1945 (S. 63 – 73), die in dieser Form ihresgleichen sucht. In seinem Beitrag ruft Andreasch viele neonazistische Gewalttaten in Erinnerung, die längst aus dem kollektiven Gedächtnis verschwunden sind, und beschäftigt sich außerordentlich kritisch mit den bagatellisierenden Reaktionen der Behörden — eine Anmerkung, die nötiger denn je scheint. (…)“


Mit der journalistische Fallstudie von Ulrich Chaussy zum Oktoberfest-Attentat bietet das Buch auch den passenden Begleittext zum „politischen Film“ (jeden ersten Sonntag im Monat). Denn am So, 04.03. (19:00 Uhr) ist ebenfalls im Z linkes Zentrum, Innstr 45a, Rosenheim der „Film zum Oktoberfestattentat“ zu sehen.

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Untergangster des Abendlandes. unser Buch des Monats http://BibliothekA.blogsport.de/2018/01/15/untergangster-des-abendlandes-unser-buch-des-monats/ http://BibliothekA.blogsport.de/2018/01/15/untergangster-des-abendlandes-unser-buch-des-monats/#comments Mon, 15 Jan 2018 15:42:01 +0000 Administrator Allgemein Buch des Monats http://BibliothekA.blogsport.de/2018/01/15/untergangster-des-abendlandes-unser-buch-des-monats/ Passend zur Lesung am Mittwoch (17.01.18 – 20:00 Uhr) präsentieren wir den Sammelband „Untergangster des Abendlandes. Ideologie und Rezeption der rechtsextremen ‚Identitären‘“ als unser Buch des Monats Februar.

„Die rechtsextremen ‚Identitären‘ gehören ohne Zweifel zu den wichtigsten Akteur*innen des außerparlamentarischen Rechtsextremismus in Österreich. Ihr „Erfolgsrezept“ liegt einerseits darin begründet, sich nach außen hin vom Nationalsozialismus abzugrenzen und so behördlicher Repression nach dem „Verbotsgesetz“ aus dem Weg zu gehen und andererseits gesellschaftlich anschlussfähige Konzepte eines modernisierten völkischen Nationalismus zu propagieren. Dabei bedienen sie sich eines Straßenaktivismus, der geschickt mit Social-Media-Tools inszeniert und verbreitet wird.

Bisherige Auseinandersetzungen mit diesem relativ jungen Phänomen übernahmen nicht selten unkritisch Selbstbezeichnungen der ‚Identitären‘ als „weder links noch rechts“ oder „Neue Rechte“ und ließen dahinter stehende ideologische Denkmuster meist zu kurz kommen.
Der vorliegende Sammelband nimmt daher eine kritische Analyse dieser Selbstinszenierungen vor, indem die hinter dem „‚identitären‘ Denken stehenden Vordenker und Ideologeme wie (Neo-)Rassismus, Antisemitismus und Nationalismus analytisch durchdrungen und mit anderen Formen des Rechtsextremismus in Verbindung gesetzt werden. Ergänzend werden bislang vernachlässigte Themen wie subkulturelle Bezüge der ‚Identitären‘, propagierte Geschlechterbilder, Rhetoriken der Angst sowie ihr Verhältnis zu Islamismus und eurasischer Ideologie ins Zentrum der Analyse gerückt.

Dabei wird auch der Frage nachgegangen, wie sich der rechtsextreme Charakter der ‚Identitären‘ begründen lässt und inwiefern von einer modernisierten Form des Rechtsextremismus gesprochen werden kann.“

Das im November 2017 bei Marta Press ( ISBN: 978-3-944442-68-6) erschienene Buch hat 436 Seiten 15 Fachartikel zu den Idäntitären. In das Buch reinlesen könnt Ihr im Z (Buch des Monats Ständer). Das Inhaltsverzeichnis und Autor*inneninfos findet Ihr auch online in der Leseprobe: http://www.marta-press.de/cms/images/leseproben/vorschau-identitaere-2017-11-13seiten-ohne-register

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Mi 17.01.: Buchvorstellung Untergangster des Abendlandes. http://BibliothekA.blogsport.de/2018/01/11/mi-17-01-buchvorstellung-untergangster-des-abendlandes/ http://BibliothekA.blogsport.de/2018/01/11/mi-17-01-buchvorstellung-untergangster-des-abendlandes/#comments Thu, 11 Jan 2018 12:17:53 +0000 Administrator Allgemein Veranstaltungen Buch des Monats http://BibliothekA.blogsport.de/2018/01/11/mi-17-01-buchvorstellung-untergangster-des-abendlandes/ Untergangster des Abendlandes. Das Buch über die rechtsextremen Identitären
Buchvorstellung und Diskussion mit den Herausgeber*innen.

Mi, 17.11.18 | 20:00 Uhr | Z linkes Zentrum, Innstr 45, Rosenheim

Lesung Untergangster Rosenheim

Die rechtsextremen „Identitären“ gehören ohne Zweifel zu den wichtigsten Akteur*innen des außerparlamentarischen Rechtsextremismus in Österreich. Ihr „Erfolgsrezept“ liegt einerseits darin begründet, sich nach außen hin vom Nationalsozialismus abzugrenzen und so behördlicher Repression nach dem „Verbotsgesetz“ aus dem Weg zu gehen und andererseits gesellschaftlich anschlussfähige Konzepte eines modernisierten völkischen Nationalismus zu propagieren. Dabei bedienen sie sich eines Straßenaktivismus, der geschickt mit Social-Media-Tools inszeniert und verbreitet wird.

Bisherige Auseinandersetzungen mit diesem relativ jungen Phänomen übernahmen nicht selten unkritisch Selbstbezeichnungen der „Identitären“ als „weder links noch rechts“ oder „Neue Rechte“ und ließen dahinter stehende ideologische Denkmuster meist zu kurz kommen.

Der vorliegende Sammelband nimmt daher eine kritische Analyse dieser Selbstinszenierungen vor, indem die hinter dem „identitären“ Denken stehenden Vordenker und Ideologeme wie (Neo-)Rassismus, Antisemitismus und Nationalismus analytisch durchdrungen und mit anderen Formen des Rechtsextremismus in Verbindung gesetzt werden. Ergänzend werden bislang vernachlässigte Themen wie subkulturelle Bezüge der „Identitären“, propagierte Geschlechterbilder, Rhetoriken der Angst sowie ihr Verhältnis zu Islamismus und eurasischer Ideologie ins Zentrum der Analyse gerückt.

Dabei wird auch der Frage nachgegangen, wie sich der rechtsextreme Charakter der „Identitären“ begründen lässt und inwiefern von einer modernisierten Form des Rechtsextremismus gesprochen werden kann. Insbesondere wird hierbei auf die ideologischen und personellen Überschneidungen zum völkischen Verbindungsmilieu in Österreich eingegangen.

Die Veranstaltung wird von der Gruppe „contre la tristesse“ in Kooperation mit der „Bibliothek A“ organisiert.

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„Die AfD und die soziale Frage“ http://BibliothekA.blogsport.de/2017/12/08/die-afd-und-die-soziale-frage/ http://BibliothekA.blogsport.de/2017/12/08/die-afd-und-die-soziale-frage/#comments Fri, 08 Dec 2017 16:39:24 +0000 Administrator Veranstaltungen Buch des Monats http://BibliothekA.blogsport.de/2017/12/08/die-afd-und-die-soziale-frage/ Am Sonntag 17.12.17 kommt der Gewerkschafter und Publizist Stefan Dietl nach Rosenheim und stellt sein aktuelles Buch „Die AfD und die soziale Frage“ vor. Dieses Buch ist auch unser Buch des Monats im Dezember:

„Die besorgniserregenden Wahlerfolge und die zunehmende Verankerung der AfD in der deutschen Parteienlandschaft führen unter ihren Gegner*innen zu kontroversen Debatten darüber, wie der Rechtspartei zu begegnen sei. Während einige darauf setzen, die AfD als unsozial zu brandmarken und über ihre neoliberale Programmatik aufzuklären, verweisen andere auf die teils antikapitalistische Rhetorik führender Parteifunktionäre und warnen vor der gefährlichen Kombination aus rassistischer Hetze und sozialer Demagogie.
Um zu klären, welche Rolle die soziale Frage in der AfD tatsächlich spielt, untersucht Stefan Dietl die sozialpolitische Ausrichtung der Partei anhand ihres im Mai 2016 verabschiedeten Grundsatzprogramms und der vorhergehenden Debatten zwischen den verschiedenen Flügeln der Partei. Dabei zeigen sich sowohl die marktradikalen Positionen der AfD als auch ihre im »völkischen Antikapitalismus« verwurzelten Inhalte.
Dem Autor gelingt eine anschauliche Darstellung der aktuellen sozial- und wirtschaftspolitischen Programmatik der AfD vor dem Hintergrund des Kräftezerrens zwischen Marktradikalen und völkischen Nationalisten. Doch Dietl liefert auch eine Problemanalyse bisheriger Versäumnisse der Gewerkschaften im Umgang mit der AfD und ihrem Klientel – und entwirft gewerkschaftliche Gegenstrategien.“

Die Veranstaltung am 17.12.17 beginnt um 19:00 Uhr im Z, dem linken Zentrum in der Rosenheimer Innstraße 45a. Der Eintritt ist frei. Organisiert wird die Veranstaltung von „Contre La Tristesse“ in Zusammenarbeit mit der Bibliothek_A, der infogruppe rosenheim und dem Kurt Eisner Verein.
Im Z kann das Buch auch ab sofort durchgeblättert werden. Momentan findet ihr es auf dem „Buch des Monats“ Ständer, und dann zukünftig mit der Signatur „???“ in der Bibliothek_A.

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Do, 12.10.: Fronten – Krimilesung und Gespräch mit dem Autor Leonhard F. Seidl http://BibliothekA.blogsport.de/2017/09/04/do-12-10-fronten-krimilesung-und-gespraech-mit-dem-autor-leonhard-f-seidl/ http://BibliothekA.blogsport.de/2017/09/04/do-12-10-fronten-krimilesung-und-gespraech-mit-dem-autor-leonhard-f-seidl/#comments Mon, 04 Sep 2017 21:28:25 +0000 Administrator Allgemein Veranstaltungen http://BibliothekA.blogsport.de/2017/09/04/do-12-10-fronten-krimilesung-und-gespraech-mit-dem-autor-leonhard-f-seidl/ Am Donnerstag, dem 12. Oktober, kommt der Schriftsteller Leonhard F. Seidl nach Rosenheim und liest aus seinem aktuellen Krimi „Fronten“.Das Buch, erschienen bei Edition Nautilus, ist ein Kriminalroman nach einem wahren Fall: Ein bosnischer Waffensammler läuft Amok, ein »Reichsbürger« sinnt auf Rache und eine muslimische Ärztin gerät zwischen die Fronten.

Lesung Fronten Rosenheim

Die kurdische Ärztin Roja Özen ist vorbildlich integriert in der oberbayerischen Kleinstadt Auffing. Doch dann erschießt der Bosnier Ayyub Zlatar, als Kind aus Srebrenica geflohen, auf der Wache drei Polizisten – und verschont die anwesende Roja. Alles sieht nach einem Anschlag des IS aus. Roja wird als Komplizin verdächtigt, verliert Patienten, Mann und Freunde.
Markus Keilhofer, aufgewachsen bei seinen Großeltern, fanatischen »Reichsbürgern«, will Muslime für das Blutbad büßen lassen. Als er bewaffnet in eine Moschee stürmt, stellt Roja sich ihm in den Weg …
Geschickt verknüpft Seidl die Lebenswege der drei Protagonisten miteinander, die in einem packenden Finale aufeinandertreffen. Ein hochaktueller Kriminalroman über Rassismus und Fanatismus in einer Gesellschaft voller Angst und über den Mut, sich dem entgegenzustellen.
„Fronten“ ist inspiriert von einem wahren Fall aus dem Jahr 1988. Im oberbayerischen Dorfen erschoss ein Mann aus Jugoslawien drei Polizisten, was eine Welle fremdenfeindlicher Reaktionen auslöste. Bis heute hält das Landratsamt Erding Schriftstücke über den Fall unter Verschluss.
Die Lesung mit anschließendem Gespräch beginnt um 19:30 Uhr im Rosenheimer linken Zentrum „Z“ (Innstraße 45a). Der Eintritt ist frei. Veranstaltet wird der Abend von der Rosenheimer Gruppe des Netzwerks attac, unterstützt von der DKP und der Rosenheimer Bibliothek_A.

Stimmen zum Buch:

==> KRIMI der Woche: „Wenn Reichsbürger und Amokläufer um sich schießen“

„„Fronten“ erliegt dabei genau dem nicht, woran Journalismus, woran die Öffentlichkeit sogenannter sozialer Medien gegenwärtig ganz besonders krankt. „Fronten“ festigt keine Fronten. Spricht niemanden frei, niemanden schuldig. Zeigt, was woher kommt in der Gesellschaft und wohin es führt … Die Vergangenheit mag nicht vergehen, ohne den Versuch zumindest, sie zu verstehen, wird sie sich immer wieder wiederholen.“
Elmar Krekeler, DIE WELT, 23.08.2017

==> „Fronten“ ist der Roman zur politischen Situation heute – von wegen Littérature engagée ist überflüssig. Sie ist notwendiger denn je, und Leonhard F. Seidl ist ihr Protagonist.“
Thomas Wörtche

Zum Autor:
Leonhard F. Seidl, geboren 1976 in München, ist Schriftsteller und Sozialarbeiter. Er hat zahlreiche Preise und Stipendien erhalten, u.a. für seine Arbeit »Beschriebene Blätter – kreatives Schreiben mit straffälligen Jugendlichen«, wofür er freiwillig im Knast saß. Für „Fronten“ bekam Seidl mehrere Stipendien, u. a. war er Stipendiat der Romanwerkstatt Literaturforum im Brecht-Haus sowie der Bayerischen Akademie des Schreibens im Literaturhaus München. Mit dem Roman „Mutterkorn“ (Kulturmaschinen, 2011) debütierte er, darauf folgten die Kriminalromane „Genagelt“ (Emons, 2014) und „Viecher“ (Emons, 2015). Mitglied im PEN.

Web:
http://textartelier.de/ – Seite des Autors
http://www.edition-nautilus.de/programm/belletristik/buch-978-3-96054-051-9.html – Seite des Verlags
http://z-rosenheim.org/ – Seite des Veranstaltungsortes
www.attac-rosenheim.de/ – Seite der veranstaltenden Gruppe
http://bibliotheka.blogsport.de/ — Seite der mitveranstaltenden Gruppe


Daten zum Buch:

Autor: Leonhard F. Seidl
Titel: Fronten
Genre:Kriminalroman
Seiten: 160 Seiten
Preis: 16,–
Verlag: Edition Nautilus
Bindung: Broschur
ISBN: 978-3-96054-051-9
Erschienen August 2017

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Unsere Stellungnahme http://BibliothekA.blogsport.de/2017/08/02/unsere-stellungnahme/ http://BibliothekA.blogsport.de/2017/08/02/unsere-stellungnahme/#comments Wed, 02 Aug 2017 16:48:54 +0000 Administrator Allgemein http://BibliothekA.blogsport.de/2017/08/02/unsere-stellungnahme/ Am 24. Juli 2017 versendete das OVB anlässlich der Debatte um die Infogruppe Rosenheim tendenziöse Fragen an den Großteil der Bündnispartner*innen des Bündnis „Rosenheim nazifrei“ (die OVB Fragen befinden sich am Ende), mit Frist bis zum Freitag, 28. Juli 2017. Wir haben folgendes geantwortet:

Frau Melzig,
wir sind der Berichterstattung des OVB gefolgt und konnten darin allerdings keine einzige „Erkenntnis“ entdecken. Viel mehr handelt es sich um Vermutungen, Diffamierungen und falsche Behauptungen. Mit ernsthaftem Jounalismus hat das offensichtlich nichts zu tun. Viel mehr werden hier geziehlt linke und antirassistische Strukturen unter falschen Behauptungen Anfeindungen preisgegeben. So ist das OVB sich auch nicht zu schade das linke Zentrum Z mit Bild und Adresse abzudrucken.
Ob es sich hier um schlechten Wahlkampf oder um rechte Meinungsmache handelt ist nicht ersichtlich. Leider verwundert es uns nicht und passt allzu gut zur öffentlich nicht aufgearbeitete Geschichte des OVB und seines Firmengründers Alfons Döser (NSDAP-Mitgliedsnummer 4007128). Dieser nutzte die Notlage seines Konkurrenten, Heinrich Bergmann während der Nazizeit schamlos aus, womit er die Grundlage für das bis heute erscheinende OVB legte. Dafür wurde er auch im Spruchkammerverfahren zu 300 Arbeitstagen Sonderarbeit verurteilt, ebenso wurden 25 % seines Vermögens eingezogen. Allerdings wurden Teile des Urteils später aufgehoben (nachzulesen in: Weber, Klaus (2009); Döser und Kathrein. Profiteure der Nazis? Geschichtswerkstatt kolbermoor e.V S.6,S.78, S.34f, S. 37).

Unsere Antwort wurde, wie zahlreiche andere, jedoch nicht veröffentlicht . Die Stellungnahmen verschiedener Bündnismitglieder und -partner*innen sind auf der Seite von „Rosenheim nazifrei“ veröffentlicht:
https://nazifrei.rosenheim.tk/2017/08/01/289/

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Buch des Monats Juli: Oskar Maria Graf – „Wir sind Gefangene“ http://BibliothekA.blogsport.de/2017/07/22/buch-des-monats-juli-oskar-maria-graf-wir-sind-gefangene/ http://BibliothekA.blogsport.de/2017/07/22/buch-des-monats-juli-oskar-maria-graf-wir-sind-gefangene/#comments Sat, 22 Jul 2017 15:31:15 +0000 Administrator Allgemein Buch des Monats http://BibliothekA.blogsport.de/2017/07/22/buch-des-monats-juli-oskar-maria-graf-wir-sind-gefangene/ Heute wäre der Schriftsteller Oskar Maria Graf 123 Jahre alt geworden, deshalb präsentieren wir seinen autobiographischen Roman „Wir sind Gefangene“ als Buch des Monats. Oskar Maria Graf verstand sein Schreiben stets als politische Handlung, schrieb früh gegen den Nationalsozialismus an, setzte sich im amerikanischen Exil für den antifaschistischen Kampf ein und beobachte ab 1945 kritisch die politischen Entwicklungen in der Bundesrepublik. Dies ließ ihn auch seine Rückkehr nach Deutschland überdenken: „Hierbleiben? Auf keinen Fall. Ich könnte hier nicht atmen, wo die Mehrheit so satt und selbstzufrieden dahinlebt. Die Situation hier erinnert mich geradezu unheimlich an die Jahre vor 1933!“ (1958, im Gespräch mit seinem Lektor Hans Dollinger) Seinen literarischen Durchbruch hatte er 1927 mit „Wir sind Gefangene“, der Schilderung seiner Kindheit und Jugend bis zu seinen Erlebnissen in der Revolution in München 1918/19. Rückblickend schreibt er über den Erfolg seines Buches: „Jetzt auf einmal fing ich an, gründlich über mich und meine Stellung in der Literatur nachzudenken und landete stets bei der bedrängenden Frage: “ Für was und für wen schreibt man? Ist der Schriftsteller nur da, um höchste Sprachmeisterschaft zu erreichen, um mit subtilster Kenntnis der Psychologie irgendwelche Fälle des wirklichen Lebens verständlich zu machen und seine Leserschaft durch die Kunst seines Erzählertums zu faszinieren, oder besteht seine Aufgabe nicht vielmehr darin, mit seinen Schreiben das Unrecht auf der Welt, wo immer es sich auch zeigt, zu bekämpfen, die Menschen für soziale und moralische Einsichten empfänglich und für sich selbst verantwortlich zu machen, jeden Krieg als Verbrechen zu brandmarken, und auf Gefahr hin, ein Leben lang verkannt und verdächtigt zu werden, stets einer Gesellschaftsordnung das Wort zu reden, in welcher gleiches Recht für jeden gilt und die Freiwilligkeit zur Einordnung in das Ganze schließlich zur sittlichen Regel wird?“ Von da ab wurde mir klar, dass ich nur noch ein Schriftsteller im letzteren Sinn, also zeitlebens ein sogenannter „engagierter“ Schriftsteller sein konnte, dessen Talent zugleich eine unabdingbare menschliche und soziale Verpflichtung war.“ (Oskar Maria Graf, Vorwort zur Neuauflage des Romans, 1965)

Zu Finden ist das Buch unter der Signaturen „bel-G 2″ (linke Belletristik) bei uns in der Bibliothek_­A

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Buch des Monats April: „Meine 7 Väter -Als Partisan gegen Hitler und Mussolini“ http://BibliothekA.blogsport.de/2017/03/20/buch-des-monats-april-meine-7-vaeter-als-partisan-gegen-hitler-und-mussolini/ http://BibliothekA.blogsport.de/2017/03/20/buch-des-monats-april-meine-7-vaeter-als-partisan-gegen-hitler-und-mussolini/#comments Mon, 20 Mar 2017 14:03:31 +0000 Administrator Buch des Monats http://BibliothekA.blogsport.de/2017/03/20/buch-des-monats-april-meine-7-vaeter-als-partisan-gegen-hitler-und-mussolini/ Am Dienstag, 28.3.2017 kommt Adelmo Cervi ( Reggio Emilia, Italien) nach Rosenheim und stellt sein Buch „Meine 7 Väter -Als Partisan gegen Hitler und Mussolini“ vor. Deshalb haben wir uns entschieden unser Buch des Monats April bereits einige Tage früher zu präsentieren. Also unser Buch des Monats ist das 2016 im Mandelbaum Verlag erschienene Buch „Meine 7 Väter“:

Ein Sohn, der selbst in die Jahre gekommen ist, begibt sich auf die Spurensuche nach seinem Vater und dessen sechs Brüdern. Ihr Schicksal zählt zu den großen Kapiteln der italienischen Resistenza, des Widerstands gegen den Faschismus und die Besatzung Italiens durch die deutsche Wehrmacht zwischen 1943 und 1945.
Mit ihrer Hinrichtung wurden diese Männer zu Symbolfiguren des Antifaschismus. Doch der Sohn, der seinen Vater nie bewusst kennengelernt hat, will die Geschichte abseits dieses Mythos erzählen und erweckt so das posthum errichtete Denkmal zu neuem Leben. Dabei gibt er einen sehr persönlichen Einblick in den Alltag, das Denken und Handeln dieser bäuerlichen Familie zwischen Kirche und Kommunismus.

Für die Lesung kommt Adelmo Cervi, der Sohn von Aldo Cervi, dem politischen Kopf der „Banda Cervi“ nach Rosenheim. Zum Zeitpunkt der Hinrichtung seines Vaters und dessen Brüder war er gerade einmal vier Monate alt. Heute lebt der 74 jährige als Pensionist in Reggio Emilia und widmet sich mit voller Kraft der Aufgabe, die Erinnerung an die Resistenza wachzuhalten. Die Veranstaltung welche von der infogruppe rosenheim in Kooperation mit der Bibliothek_A und dem Kurt-Eisner-Verein organisiert wird findet im „Z – linken Zentrum“ in der Innstraße 45a statt. Sie beginnt um 19:00 Uhr, der Eintritt ist frei.

Adelmo Cervi
Meine 7 Väter
Als Partisan gegen Hitler und Mussolini aufgezeichnet von Giovanni Zucca, übersetzt von Gernot Trausmuth
422 Seiten
Format 12 × 17
englische Broschur
19.90 €
ISBN: 978385476-652-0
Erscheinungstermin März 2016

Im Z kann das Buch auch ab sofort durchgeblättert werden. Momentan findet ihr es auf dem „Buch des Monats“ Ständer, und dann zukünftig mit der Signatur „???“ in der Bibliothek_A.

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