Bibliothek_A http://BibliothekA.blogsport.de Die linke Bibliothek im Rosenheimer Z (Innstr 45a) Sat, 29 Feb 2020 14:57:01 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 en Rechtsextremismus Band 3: Geschlechterreflektierte Perspektiven unser Monatsbuch März http://BibliothekA.blogsport.de/2020/02/29/rechtsextremismus-band-3-geschlechterreflektierte-perspektiven-unser-monatsbuch-maerz/ http://BibliothekA.blogsport.de/2020/02/29/rechtsextremismus-band-3-geschlechterreflektierte-perspektiven-unser-monatsbuch-maerz/#comments Sat, 29 Feb 2020 14:52:24 +0000 Administrator Allgemein Buch des Monats http://BibliothekA.blogsport.de/2020/02/29/rechtsextremismus-band-3-geschlechterreflektierte-perspektiven-unser-monatsbuch-maerz/ Die jüngsten rechtsextremen Anschläge, selbstbewussten Angriffe auf die Zivilgesellschaft durch die AfD und öffentlich gewordenen neonazistische Netzwerke machen nur deutlich, was sich schon seit langem ein Erstarken des Rechtsextremismus abzeichnet.
Die Bedeutung von Geschlecht und Geschlechterhierarchie ist für das rechtsextreme Gesellschaftsbild unter anderem ein grundlegendes Thema. Aus einer Abwehr der Öffnung der Gesellschaft entstand so z.B. die „Demo für Alle“ die sich ursprünglich gegen gelehrte Diversität in der Sexualerziehung von Kindern und Jugendlichen wand. Die Angst vor dem „Genderterror“ hat sich seit dem mit der Hilfe der AfD bis in einen öffentlichen Diskurs ausgeweitet. Mit dem Buch des Monats März wollen wir zum Frauen*kampftag mit diesem Buch das Thema Rechtsextremismus und Geschlechterbilder aufgreifen.
Rechtsextremismus
Band 3: Geschlechterreflektierte Perspektiven

Band 3 der von der Wiener Forschungsgruppe -Ideologien und Politiken der Ungleichheit herausgegebenen Rechtsextremismus-Reihe befasst sich mit Verhandlungen von Geschlecht im Rechtsextremismus. Der Band versucht sowohl einen Überblick über den gegenwärtigen Forschungsstand zu geben als auch auf bislang kaum bearbeitete Themenaspekte und Akteur*innen einzugehen. Dazu gehören etwa Phänomene wie die aktive Partizipation von Trans*-Personen innerhalb des rechtsextremen Spektrums oder auch die grundlegende Inter- und Trans*-Feindlichkeit der Szene.
Weiter wird näher auf die Bedeutung von unterschiedlichen Männlichkeitskonstruktionen innerhalb der extremen Rechten eingegangen. Ein Fokus wird zudem auf antifeministische Mobilisierungen gelegt, die verstärkt eine Scharnierfunktion zu anderen Akteur*innen und Ungleichheitsideologien wie Antisemitismus und Rassismus bilden.

Das Buch ist als Buch des Monats März der Bibliothek_A am Eingang des Z ausgestellt und kann in der Bibliothek_A entliehen werden. Außerdem findet ihr es beim Konzert zum Frauen*kampftag am 7.3.2020 in der Vetternwirtschaft am Infotisch.

Das „offizielle Programm „Jetzt.Frauen.Machen.Jetzt.“ des„Aktionsbündnis Internationaler Frauentag Rosenheim findet Ihr hier:  https://www.rosenheim.de/stadt-buerger/aemter-und-dienststellen/gleichstellungsstelle/internationaler-frauentag/internationaler-frauentag.html
Des weiteren gibt es noch einige weitere feministische Veranstaltungen in und um Rosenheim:

-> So., 01.03.20 // 19:00 Uhr // Z, Linkes Zentrum, Innstr 45a, Rosenheim
Politischer Film zum Frauenkampftag
Dokumentarfilm über die Riot Grrrl Bewegung

-> Sa., 07.03.20 // 20:00 Uhr // Vetternwirtschaft, Oneraustr 2, Rosenheim
Konzert zum Frauenkampftag
mit elcassette, Dog Dimension, Erbsünde

-> So., 08.03.20 // 15 Uhr // Alter Markt, Salzburg
Demonstration zum feministischen Kampf·Tag. (FLIT* only)
8. März ist alle Tage – dies ist eine Kampfansage!

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„Der Lebensborn e.V.“ unser Monatsbuch (Februar), passend zur Exkursion nach Steinhöring. http://BibliothekA.blogsport.de/2020/02/02/der-lebensborn-e-v-unser-monatsbuch-februar-passend-zur-exkursion-nach-steinhoering/ http://BibliothekA.blogsport.de/2020/02/02/der-lebensborn-e-v-unser-monatsbuch-februar-passend-zur-exkursion-nach-steinhoering/#comments Sun, 02 Feb 2020 21:06:38 +0000 Administrator Buch des Monats http://BibliothekA.blogsport.de/2020/02/02/der-lebensborn-e-v-unser-monatsbuch-februar-passend-zur-exkursion-nach-steinhoering/ Im Rahmen der Max Mannheimer Kulturtage findet am kommenden Samstag (08.02.20) eine Exkursion mit dem Titel „Die Lebensborn-Kinder von Steinhöring“ statt. (Abfahrt Rosenheim: 12:15 Uhr | Kosten: 18.- Euro | Anmeldung erforderlich unter Tel.: 08061 7257 bzw. office@hollinger-bus.de) . Weitere Infos: HIER

Aus diesem Grund haben wir uns entschieden das 2009 vom Kreisjugendring Ebersberg als Begleitbroschüre zur Ausstellung „Der Lebensborn e.V.“ erschienene Heft zu unserem Buch des Monats Februar zu machen.Auf 36 Seiten wurden alle Texte der Ausstellungstafeln inhaltlich erweitert und mit den Quellenangaben ergänzt.

Auf dem Gelände des Einrichtungsverbundes Steinhöring wurde in der Zeit des Nationalsozialismus das erste „Lebensborn“-Heim errichtet. Es existierte von 1936 bis 1945. Das damalige „Heim Hochland“ war Teil der rassistischen Ideologie der Nationalsozialisten. Die „Lebensborn“- Heime dienten dazu, dass als „reinrassisch“ eingestufte Frauen, die ledig
schwanger wurden, ihr Kind abgeschirmt von der Öffentlichkeit zur Welt bringen konnten. Die Kinder wurden dann zur Adoption freigegeben. Als Adoptiveltern kamen wiederum nur Paare in Frage, die den Ariernachweis erbrachten und überzeugte Nationalsozialisten waren. Während in Steinhöring Frauen, die dem arischen Idealbild entsprachen, bei der Geburt ihres Kindes unterstützt und völkisch gebildet wurden, wurden Menschen mit Behinderung aus den benachbarten Einrichtungen im Rahmen der T4 Aktion ermordet.
Um an die Folgen von rassistischem und ausgrenzendem Denken und Handeln zu erinnern, lädt der Historische Verein Bad Aibling und die Geschichtswerkstatt Rosenheim im Rahmen der Max Mannheimer-Kulturtage zu einem Rundgang auf dem Gelände mit Erläuterungen der Historikerin (und Autorin der oben erwähnten Ausstellung) Anna Bräsel ein.

Die Broschüre findet Ihr aktuell im „Buch des Monats“ Ständer und ansonsten in der Rubrik „ges – Geschichte“. Außerdem gibt es weitere Bücher zum Thema in der Bibliothek_A, z.B. von Anna Bräsel mit herausgegebene Buch „Kinder für den Führer – der Lebensborn in München“(2013) oder das von Dr. Georg Lilienthal im FISCHER Verlag veröffentlichte Buch „ Der »Lebensborn e. V.«: Ein Instrument nationalsozialistischer Rassenpolitik“ (2003).

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„Max Mannheimer – Überlebender, Künstler, Lebenskünstler“ – Monatsbuch Jan http://BibliothekA.blogsport.de/2020/01/23/max-mannheimer-ueberlebender-kuenstler-lebenskuenstler-monatsbuch-jan/ http://BibliothekA.blogsport.de/2020/01/23/max-mannheimer-ueberlebender-kuenstler-lebenskuenstler-monatsbuch-jan/#comments Thu, 23 Jan 2020 18:10:34 +0000 Administrator Buch des Monats http://BibliothekA.blogsport.de/2020/01/23/max-mannheimer-ueberlebender-kuenstler-lebenskuenstler-monatsbuch-jan/ In Bad Aibling starten morgen (Fr. 24.01.20) die Max-Mannheimer-Kulturtage Bad Aibling 2020 unser Buch des Monats ist deshalb das 2011 im Volk Verlag erschienene Buch:
„Max Mannheimer – Überlebender, Künstler, Lebenskünstler: Ausgewählte Reden und Schriften von und über Max Mannheimer“

In der Buchbeschreibung heißt es:

Theresienstadt, Auschwitz, das Warschauer Ghetto, Dachau – diese Orte stehen in aller Welt für die Gräueltaten des Nationalsozialismus. Max Mannheimer hat sie überlebt. Seit nunmehr 25 Jahren tritt er als Zeitzeuge vor Schulklassen, Jugendliche und Erwachsene und leiht den Opfern des Holocaust sein Gesicht und seine Stimme. Max Mannheimer ist aber viel mehr als ein Zeitzeuge: Sein ungebrochener Sinn für Humor, sein Charme und seine ausdrucksstarke Malerei sind die Facetten einer eindrucksvollen Persönlichkeit.

Im Z findet Ihr das Buch aktuell im „Buch des Monats“ Ständer und ansonsten unter der „bio-M 1“ in der Rubrik „Biographien, Personen“. Und hier noch eine Übersicht der diesjährigen Veranstaltungen im Rahmen der Max-Mannheimer-Kulturtage Bad Aibling 2020
Weitere Infos gibt es unter: http://max-mannheimer-kulturtage.de/

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Aufstand der Räte http://BibliothekA.blogsport.de/2019/04/01/aufstand-der-raete/ http://BibliothekA.blogsport.de/2019/04/01/aufstand-der-raete/#comments Mon, 01 Apr 2019 13:37:18 +0000 Administrator Allgemein Buch des Monats http://BibliothekA.blogsport.de/2019/04/01/aufstand-der-raete/ aufstand
Aufstand der Räte
das nur noch antiquarisch erhältliche zweibändige Werk „Aufstand der Räte: die erste bayerische Räterepublik vom 7. April 1919“ (1989, 539 S. Trotzdem Verlag) ist unser Buch des Monats April. Seligmann schrieb in den Mitte der 1980er Jahre seine Doktorarbeit über die bayerische Räterepublik. Das Werk ist die bis heute die einzige umfassende Darstellung der Ereignisse vom 7. bis zum 13. April 1919, welche auch den Blick auf die Regionen außerhalb Münchens wirft. In der Arbeit zeigt er, dass Rosenheim/Kolbermoor ein Zentrum der Revolution in Oberbayern war. Leider fehlen die Erkenntnisse diese für das Thema zentralen Dissertation bei fast allen lokalhistorischen Publikationen zur Revolutions- und Rätezeit im Raum Rosenheim. Umso mehr freut es uns, dass Dr. Seligmann (Münster) auf Einladung der Geschichtswerkstatt am So 07. April nach Rosenheim kommt. Bei seinem Vortrag im „Strehles“ (Herzog-Otto-Str. 8 A) wird er speziell auf die Ereignisse in Rosenheim eingehen. Hier die komplette Veranstaltungsankündigung:

Geschichtlicher Vortrag von Dr. Seligmann am So 07. April im Stehles
Rosenheim in der bayerischen Räterepublik
Am Sonntag den 07.04.2019 referiert Dr. Michael Seligmann (Münster) auf Einladung der Geschichtswerkstatt zum Thema „Rosenheim in der bayerischen Räterepublik vom 7. April 1919“. Der Soziologe und Historiker schrieb Mitte der 1980er Jahre seine Dissertation über die erste bayerische Räterepublik. Sein zweibändiges Buch „Aufstand der Räte“ war die erste und ist bis heute die einzige umfassende Darstellung der Ereignisse vom 7. bis zum 13. April 1919. Bei seinem Vortrag im „Strehles“ (Herzog-Otto-Str. 8 A) wird er speziell auf die Ereignisse in Rosenheim eingehen.
„Bayern ist Räterepublik …“ ertönte es am 7. April 1919 überall in Bayern,das ein Schwerpunkt der Deutschen Revolution von 1918/19 war. In den Städten und Ortschaften von Lindau, Rosenheim und München im Süden Bayerns, Passau, Plattling und Landshut im Osten, Nürnberg in der Mitte bis Würzburg, Aschaffenburg und Hof im Norden verkündeten Arbeiter-, Soldaten- und Bauernräte die Übernahme der Regierung.
Über diese Zeit kann es kein „einfaches und trügerisch klares Bild geben, sondern nur ein komplexes Mosaik mit seinen Brüchen und Ungleichzeitigkeiten“ schrieb Dr. Michael Seligmann zum Erscheinen seines Buches im April 1989. Das Buch widmete er den Menschen, die damals die „halbherzige Demokratie von militärischen Gnaden“ zu einer radikaldemokratischen Republik weiter entwickeln wollten.
In München benannte der Zentralrat der bayerischen Räte eine „Regierung der Volksbeauftragten“. Zu denen, die sie proklamierten gehörten Männer und einige wenige Frauen aus der Mehrheits-SPD, der Unabhängigen SPD und der KPD. Zu den Gegnern der ersten bayerischen Räterepublik zählten Funktionäre der Mehrheits-SPD und auch der KPD. So waren die Tage dieser ersten Räterepublik gezählt, die zweite kommunistische verteidigte ihre Ideen wenige weitere Wochen lang mit der Waffe gegen heranrückende Reichstruppen. Die Ausrufung der Räterepublik war ohne Blutvergießen verlaufen; wohingegen die Angriffe der Gegner schon nach wenigen Tagen die ersten Toten forderten.
Menschen aus Rosenheim und Kolbermoor wurden zu antreibenden Motoren im räterepublikanischen Bayern: die Betriebe blieben am 7. April geschlossen, die Zeitungen erschienen nicht. Am Nachmittag des gleichen Tages trafen sie sich zur Volksversammlung auf der Loretowiese.
Der Vortrag wird die bewegten Tage wieder aufleben lassen. Er wird auch darüber nachdenken, wie wir unsere Geschichte aus dem jeweiligen „Heute“ immer wieder neu erzählen.
Die Veranstaltung wird von der Geschichtswerkstatt Rosenheim in Kooperation mit dem Kurt Eisner Verein organisiert und beginnt um 19:00 Uhr im Bioladen „strehles“ (Herzog-Otto-Str. 8A, im Innenhof). Der Eintritt ist frei. Weitere Informationen gibt es im Internet unter: revolution.rosenheim.tk

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05.02.19: Szenische Lesung und Vortrag von Leonhard F. Seidl im Z http://BibliothekA.blogsport.de/2019/01/10/05-02-19-szenische-lesung-und-vortrag-von-leonhard-f-seidl-im-z/ http://BibliothekA.blogsport.de/2019/01/10/05-02-19-szenische-lesung-und-vortrag-von-leonhard-f-seidl-im-z/#comments Thu, 10 Jan 2019 09:10:45 +0000 Administrator Allgemein Veranstaltungen http://BibliothekA.blogsport.de/2019/01/10/05-02-19-szenische-lesung-und-vortrag-von-leonhard-f-seidl-im-z/ Grundlagen für ein neues Leben – Der Anarchosyndikalist Fritz Oerter
Am Dienstag 05.02.19 kommt der Schriftsteller Leonhard F. Seidl nach Rosenheim und stellt das Leben und Wirken des Anarchosyndikalist Fritz Oerter vor. Der Anti-Kriegs-Aktivist“ Fritz Oerter wäre dieses Jahr 150 Jahre alt geworden. In seiner Leihbücherei in Fürth wollte er Literatur allen zugänglich machen, in seinen Texten kämpfte er für eine gerechte und gewaltfreie Welt. Seidl zeichnet seinen Lebensweg über seinen Besuch bei der Feministin Emma Goldmann in New York bis zu seinem Tod 1935 in Gedichten, Texten und Bildern: kurzweilig, informativ und voller Anekdoten.

Die von der Bibliothek_A organisierte Veranstaltung beginnt um 19:00 Uhr im Rosenheimer linken Zentrum „Z“ (Innstr 45a). Der Eintritt ist frei

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Jan19 – Unser Buch des Monats: „Auf den Spuren von Georg Schuhmann und Alois Lahn“ http://BibliothekA.blogsport.de/2019/01/07/jan19-unser-buch-des-monats-auf-den-spuren-von-georg-schuhmann-und-alois-lahn/ http://BibliothekA.blogsport.de/2019/01/07/jan19-unser-buch-des-monats-auf-den-spuren-von-georg-schuhmann-und-alois-lahn/#comments Mon, 07 Jan 2019 17:02:55 +0000 Administrator Buch des Monats http://BibliothekA.blogsport.de/2019/01/07/jan19-unser-buch-des-monats-auf-den-spuren-von-georg-schuhmann-und-alois-lahn/ Am Sonntag, 13.01.19 referiert Andreas Salomon in der Rosenheimer Vetternwirtschaft zum„roten Kolbermoor“. Er stellt in seinem Vortrag zunächst die Geschichte der Kolbermoorer Arbeiterbewegung dar, um dann vor Augen zu führen, was während der sechs Monate der Rätezeit konkret passierte. Er wird zeigen, wie sehr die Kolbermoorer hinter ihren Räten standen und was diese für ihre Stadt leisteten.
Wir haben uns deshalb entschieden, sein bereits im Jahr 2000 erschienenes Buch „Auf den Spuren von Georg Schuhmann und Alois Lahn: ein Beitrag zur Kolbermoorer Räterepublik“ (DGB-Bildungswerk, 2000, 150 Seiten)
Momentan findet ihr es auf dem „Buch des Monats“ Ständer, ansonsten mit der Signatur „Ros-S 2“ in der Bibliothek_A.

Im folgenden dokumentieren wir die Pressemitteilung der Geschichtswerkstatt zu der Veranstaltung am 13.01.19:

So., 13.01.19: Film, Vortrag und Ausstellung in der Vetternwirtschaft
Das rote Kolbermoor
Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Es lebe das freie Bayern“ zu 100 Jahren Revolutions- und Rätezeit ist am Sonntag, den 13.01.2019 „das rote Kolbermoor“ Thema in der Rosenheimer Vetternwirtschaft. Nach der Vorführung des Dokumentarfilms „Auf der Suche nach dem roten Kolbermoor“ (br, 1985) referiert Andreas Salomon über seine Forschung zu „Kolbermoor in der Revolutionszeit“.
Der Themenabend beginnt mit der Vorführung des Dokumentarfilms „Auf der Suche nach dem roten Kolbermoor“. Dieser entstand 1985 als Koproduktion von BR und WDR und beinhaltet Filmszenen aus einem Theaterstück in der „Vetternwirtschaft“. Der Film versucht, die frühen Wurzeln des roten Kolbermoors aufzudecken und macht deutlich, dass Kolbermoor mit der Spinnerei und dem Tonwerk von seiner Gründung an eine Arbeiterstadt war, in der schon früh die Bedingungen für eine Arbeiterbewegung gegeben waren.
Anschließend referiert Andreas Salomon, Autor u.a. eines Buches über die Kolbermoorer Revolutionäre Georg Schuhmann und Alois Lahn. Er stellt in seinem Vortrag zunächst die Geschichte der Kolbermoorer Arbeiterbewegung dar, um dann vor Augen zu führen, was während der sechs Monate der Rätezeit konkret passierte. Er wird zeigen, wie sehr die Kolbermoorer hinter ihren Räten standen und was diese für ihre Stadt leisteten.
Die Veranstaltung ist zugleich Vernissage der Ausstellung „Für Zenzl“ mit Bildern von Erich Mühsam. In dieser Ausstellung werden vierzehn Reproduktionen der zum Teil unveröffentlichten Bilder ausgestellt, die der Rätedemokrat Erich Mühsam seiner Frau Zenzl zum Hochzeitstag aus der Festungshaft malte.
Der Film- und Vortragsabend ist eine Veranstaltung der Geschichtswerkstatt Rosenheim in Kooperation mit der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft. Die Veranstaltung beginnt um 19:00 Uhr, der Eintritt ist frei. Die Ausstellung ist noch bis 08.02.2019 in der Kleinkunstbühne Vetternwirtschaft (Oberaustraße 2) jeweils Donnerstag und Freitag, sowie bei Sonderveranstaltungen, ab 19:00 Uhr zu sehen. Bei der Finissage am 08.02.2019 referiert Uschi Otten (Berlin) über die Lebensgeschichte Zenzl Mühsams.

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Buch des Monats Dezember: „Es lebe das freie Bayern“ (Taschenkalender) http://BibliothekA.blogsport.de/2018/12/07/buch-des-monats-dezember-es-lebe-das-freie-bayern-taschenkalender/ http://BibliothekA.blogsport.de/2018/12/07/buch-des-monats-dezember-es-lebe-das-freie-bayern-taschenkalender/#comments Fri, 07 Dec 2018 17:01:30 +0000 Administrator Allgemein Buch des Monats http://BibliothekA.blogsport.de/2018/12/07/buch-des-monats-dezember-es-lebe-das-freie-bayern-taschenkalender/ Unser Buch des Monats, ist dieses mal ein Kalender. Unter dem Titel „Es lebe das freie Bayern“ hat die geschichtswerkstatt Rosenheim ein Taschenkalender auf Spurensuche zur Revolutions- und Rätezeit im Raum Rosenheim. Auf 350 Seiten dokumentiert der von der Geschichtswerkstatt Rosenheim herausgegebene Kalender die lokalen Ereignisse vor hundert Jahren, eine Zeit, als in Bayern die Monarchie gestürzt wurde. Nach dem die Erstauflage (500 Stück) in wenigen Wochen Weg war, ist nun eine Zweitauflage (nochmal 150) Stück erschienen.
„Der Kalender soll Geschehnisse von vor hundert Jahren ins tägliche Bewusstsein rufen“ schreibt die Geschichtswerkstatt im Vorwort zu dem Kalender. In dem Kalender für das Jahr 2019, welcher bereits im November 2018 beginnt, finden sich an einzelnen Tagen kurze Informationen zu (lokal)historischen Ereignissen. Wöchentlich geben zusätzlich Aussagen von Zeitgenoss*innen oder Auszüge aus der Lokalzeitung kurze Einblicke in die Revolutionszeit.
Neben dem Kalenderteil ergänzen Hintergrundartikel die Spurensuche. Hierzu verwendet die Geschichtswerkstattzum einen historisches Quellenmaterial wie Polizeiberichte, Verhörprotokolle und Zeitzeug*innenberichte. Zum anderen werden Artikel verschiedener Historiker*innen und Publizist*innen (wie. z.B. Dr. Michael Seligmann, Simon Schaupp, Andreas Salomon oder Christiane Sternsdorf-Hauck) abgedruckt, welche sich mit den revolutionären Ereignissen in und um Rosenheim beschäftigen. Abgerundet wird das Büchlein durch historische Fotos von Demonstrationen, Akteur*innen, Orten und Plakaten aus unterschiedlichen Archiven, darunter auch bisher unveröffentlichte Plakate.
Den Kalender gibt es am:
* Samstag-Abend (08.12. – ab 19:45 Uhr) in der Vetternwirtschaft beim „good night – white pride“ Konzert
und am
* Sonntag – Abend (09.12. – ab 19:00 Uhr) in der Asta Kneipe bei dem Vortrag über Guido Kopp
Die vorbestellten Exemplare gehen am Montag in die Post und der Rest ist dann wieder bei BeBop Schallplatten, der Vetternwirtschaft und im Z-linken Zentrum erhältlich.
Eine Internetseite zum Thema befindet sich gerade im Aufbau. Unter revolution.rosenheim.tk wird es zukünftig weitere Informationen über das revolutionäre Geschehen in der Region Rosenheim geben.

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Buch des Monats: „Sperlingskinder“ von Antje Kosemund http://BibliothekA.blogsport.de/2018/06/01/buch-des-monats-sperlingskinder-von-antje-kosemund/ http://BibliothekA.blogsport.de/2018/06/01/buch-des-monats-sperlingskinder-von-antje-kosemund/#comments Fri, 01 Jun 2018 10:37:53 +0000 Administrator Allgemein Veranstaltungen Buch des Monats http://BibliothekA.blogsport.de/2018/06/01/buch-des-monats-sperlingskinder-von-antje-kosemund/ Am Samstag 02.06.18 kommt die Zeitzeugin Antje Kosemund (Stiftung Auschwitz-Komitee) nach Wasserburg und referiert zum Thema Euthanasie während des Nationalsozialismus und deren Aufarbeitung. Die Veranstaltung wird von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft in Kooperation mit der Gruppe „contre la tristesse“ und dem Kurt Eisner Verein organisiert und findet im Rahmen einer Exkursionsreihe zu kaum bekannten NS-Gedenkstätten im Raum Rosenheim statt. Die Teilnahme an der Führung und dem Zeitzeugengespräch ist kostenlos. Aus Rosenheim gibt es eine Exkursionsfahrt. Diese startet um 12:15 Uhr am Bahnhof Rosenheim. Die Kosten für die Zugfahrt nach Wasserburg müssen die Teilnehmenden selbst bezahlen.
Weitere Informationen gibt es unter: https://contre.rosenheim.tk/nationalsozialismus-in-rosenheim/

Wir nehmen die Exkursion zum Anlass, das 2011 im VSA Verlag erschienene Buch „Sperlingskinder“ von Antje Kosemund zu unserem Buch des Monats zu küren:

Antje Kosemund
Sperlingskinder

Faschismus und Nachkrieg:
Vergessen ist Verweigerung der Erinnerung!
184 Seiten | mit zahlreichen Fotos | 2011 | EUR 16.80
ISBN 978-3-89965-494-3

Antje Kosemund erzählt die Geschichte ihrer Familie. Ihre Erinnerungen und ihr Wirken bis in die Gegenwart sind Zeugnis für ein widerständiges Leben – gegen die Verdrängung der Wunden, die Faschismus, Kriegszeit und Nachkriegszeit bei vielen Opfern und ihren Angehörigen hinterlassen haben.
Das von der Autorin beschriebene Lebensbild reicht zurück bis zum November 1932, als die Hitler-Diktatur bereits ihre Schatten voraus warf. Die Verhaftung des Vaters Bruno Sperling durch die Gestapo im Mai 1933, die Ängste und Einschränkungen während der NS-Zeit wurden zu prägenden Erfahrungen.
Sie haben Antje Kosemund nicht entmutigt – im Gegenteil. Die letzten Worte der früh verstorbenen Mutter, »Pass gut auf die Kleinen auf«, wurden ihr zur Verpflichtung. Ein Schwerpunkt ihrer Geschichte ist daher die Gedenkarbeit für die lange vergessene Schwester Irma, die als Kind dem »Euthanasie«-Mordprogramm der Nazis zum Opfer fiel. Die Kraft und Hartnäckigkeit, die notwendig waren, um ihr und ihren Leidensgefährtinnen endlich einen würdigen Gedenkort zu schaffen, zeigt: Erinnerung kann befreiend sein!

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Des weiteren wollen wir auf ein weiteres zu dem Thema passendes Buch aus dem Bibliothek_A Bestand hinweisen: „Psychiatrie im Nationalsozialismus: Die Bayerischen Heil- und Pflegeanstalten zwischen 1933 und 1945“ (Signatur nat-C1):
In der Zeit des Nationalsozialismus wurden 20.000 psychisch kranke Menschen aus Bayern ermordet oder starben einen qualvollen, bewusst herbeigeführten Hungertod. Die bayerischen Heil- und Pflegeanstalten selbst, die eigentlich zur Betreuung und zum Schutz ihrer Patienten gegründet worden waren, beteiligten sich aktiv an den Verbrechen. Beschäftigte der heutigen bayerischen Bezirkskrankenhäuser haben diese Taten anhand der Archive ihrer Häuser aufgearbeitet und das jahrzehntelange Schweigen gebrochen. Das daraus entstandene und bereits 1999 erschienene (inzwischen ausverkauft) Buch, gilt als einzigartige Standardwerk und ist weiterhin aktuell. Lokalgeschichtlich ist besonders der Beitrag von Hans Ludwig Bischof zur „Heil- und Pflegeanstallt Gabersse“ (S. 363 ff.) interessant.

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Unsere neununddreißig Bücher des Monats – die MEW http://BibliothekA.blogsport.de/2018/05/05/unsere-neununddreissig-buecher-des-monats-die-mew/ http://BibliothekA.blogsport.de/2018/05/05/unsere-neununddreissig-buecher-des-monats-die-mew/#comments Sat, 05 May 2018 19:04:46 +0000 Administrator Allgemein Buch des Monats http://BibliothekA.blogsport.de/2018/05/05/unsere-neununddreissig-buecher-des-monats-die-mew/ Heute zum 200. Geburtstag von Karl Marx präsentieren wir statt dem Buch des Monats unsere 39 Bücher des Monats: Die Marx-Engels-Werke (MEW) auch bekannt als Blaue Bände. Bei uns in der Bibliothek_A haben wir:

* Bd. 1–22 (Werke und Schriften): Hier sind die bekannten philosophischen, ökonomischen, historischen und politischen Werke, Publikationen, Artikel und Reden von Marx und Engels abgedruckt, darunter bspw. „Die deutsche Ideologie“ (Bd. 3), das „Kommunistische Manifest“ (Bd. 4), „Der achtzehnte Brumaire des Louis Bonaparte“ (Bd. 8 ), „Kritik des Gothaer Programms“ (Bd. 19) oder Engels‘ „Anti-Dühring“ (Bd. 20).
* Bd. 23–26.3 (ökonomische Schriften): Dieser Bereich umfasst die drei Bände von Marx‘ Hauptwerk „Das Kapital“ (Bd. 23–25) und die „Theorien über den Mehrwert“ (Bd. 26.1–26.3), einen Teil des ökonomischen Manuskripts der Jahre 1861–1863.
* Bd. 27–39 (Briefe): Die Briefbände umfassen den Briefwechsel von Marx und Engels miteinander und an dritte Personen (jedoch anders als die MEGA nicht die Briefe dritter Personen an Marx und Engels) aus dem Zeitraum 1842–1895.
Auch haben wir:
* Zwei Verzeichnisbände: Ein erster Band (Marx Engels Verzeichnis – Erster Band: Werke Schrift Artikel) im Jahre 1968, ein zweiter (Marx Engels Verzeichnis – Zweiter Band: Briefe Postkarten Telegramme) 1971.
* Sachregister für Bd. 1–39: Nachdem bereits 1983 bei Pahl-Rugenstein ein Sachregister für die MEW erschienen war, folgte die offizielle Ausgabe des Dietz Verlags im Jahr 1989 (Karl Marx – Friedrich Engels Werke. Sachregister (Band 1–39)).

Noch nicht in unserem Bestand sind die Ergänzungsbände Bd. 40–44. Falls die wer zu hause rum stehen hat und nicht mehr braucht: Bücherspenden sind bei uns (genauso wie Geldspenden) herzlich willkommen.

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Nie wieder. Schon wieder. Immer noch. – Unser Buch des Monats http://BibliothekA.blogsport.de/2018/02/17/nie-wieder-schon-wieder-immer-noch-unser-buch-des-monats/ http://BibliothekA.blogsport.de/2018/02/17/nie-wieder-schon-wieder-immer-noch-unser-buch-des-monats/#comments Sat, 17 Feb 2018 12:54:52 +0000 Administrator Allgemein Veranstaltungen Buch des Monats http://BibliothekA.blogsport.de/2018/02/17/nie-wieder-schon-wieder-immer-noch-unser-buch-des-monats/ In Rosenheim findet derzeit die Veranstaltungsreihe „Kein Schlussstrich – NSU Komplex und rechter Terror in Bayern“ statt. Passend dazu haben wir unser Buch des Monats ausgewählt: Der Katalog zur Ausstellung „ Nie wieder. Schon wieder. Immer noch. Rechtsextremismus in Deutschland seit 1945“ des NS-Dokumentationszentrums München (noch bis 02.04.18)
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Der Ausstellungskatalog dokumentiert die gesamte Ausstellung und ergänzt diese um dreizehn Fachbeiträge, die sich dem Themenfeld Rechtsextremismus aus unterschiedlichen Perspektiven nähern. Die Autorinnen und Autoren sind allesamt Expertinnen und Experten und haben sich in ihrem jeweiligen Fachbereich intensiv mit dem Rechtsextremismus befasst. Unter ihnen sind neben Historikern und Politikwissenschaftlern auch Pädagogen, Juristen und Journalisten sowie Fachleute aus Betroffenenverbänden und Ausstiegsorganisationen vertreten. Neben aktuellen wissenschaftlichen Analysen der „extremen Rechten“ (mit Beiträgen u. a. von Wolfgang Benz, Alexander Häusler, Beate Küpper und Andreas Zick) werden die politischen und gesellschaftlichen Gegenstrategien sowie die Perspektive der Opfer vorgestellt (Beiträge u. a. von Miriam Heigl, Marcus Buschmüller, Jutta Neupert und Siegfried Benker). Ergänzt wird das Spektrum durch zwei journalistische Fallstudien zu den beiden wohl am tiefsten im kollektiven Gedächtnis der Deutschen eingegrabenen Verbrechen des rechten Terrors seit 1945, dem Oktoberfest-Attentat (Ulrich Chaussy) und den Morden des Nationalsozialistischen Untergrunds (Thies Marsen).

Dieses Buch, beinhaltet nicht nur lokale Vorfälle (u.a. aus Bad Aibling), es passt eben auch hervorragend zu den kommenden beiden Veranstaltungen:
Am So, 18.02.18 (19:00 Uhr) referiert Robert Andreasch („AIDA Archiv“, München) im Z zu„Geschichte, Konzepte und Bedingungen rechten Terrors in Bayern“.
In dem Begleitbuch zur Ausstellung ist auch der Andreasch Beitrag „Vom Penzberger Rathaus bis zum Münchner Olympia-Einkaufszentrum. Rechte Attentate in Bayern“ veröffentlicht. Wir möchten uns der Einschätzung von Johannes Hartl im Störungsmelder der ZEIT anschließen:

„(…)Besonders positiv fällt hier der Beitrag von Robert Andreasch auf, einem erfahrenen Fachjournalisten und Mitarbeiter des aida-Archivs in München. Der Autor präsentiert eine Chronik des Rechtsterrorismus in Bayern seit 1945 (S. 63 – 73), die in dieser Form ihresgleichen sucht. In seinem Beitrag ruft Andreasch viele neonazistische Gewalttaten in Erinnerung, die längst aus dem kollektiven Gedächtnis verschwunden sind, und beschäftigt sich außerordentlich kritisch mit den bagatellisierenden Reaktionen der Behörden — eine Anmerkung, die nötiger denn je scheint. (…)“


Mit der journalistische Fallstudie von Ulrich Chaussy zum Oktoberfest-Attentat bietet das Buch auch den passenden Begleittext zum „politischen Film“ (jeden ersten Sonntag im Monat). Denn am So, 04.03. (19:00 Uhr) ist ebenfalls im Z linkes Zentrum, Innstr 45a, Rosenheim der „Film zum Oktoberfestattentat“ zu sehen.

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