Bibliothek_A http://BibliothekA.blogsport.de Die linke Bibliothek im Rosenheimer Z (Innstr 45a) Thu, 10 Jan 2019 09:12:06 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 en 05.02.19: Szenische Lesung und Vortrag von Leonhard F. Seidl im Z http://BibliothekA.blogsport.de/2019/01/10/05-02-19-szenische-lesung-und-vortrag-von-leonhard-f-seidl-im-z/ http://BibliothekA.blogsport.de/2019/01/10/05-02-19-szenische-lesung-und-vortrag-von-leonhard-f-seidl-im-z/#comments Thu, 10 Jan 2019 09:10:45 +0000 Administrator Allgemein Veranstaltungen http://BibliothekA.blogsport.de/2019/01/10/05-02-19-szenische-lesung-und-vortrag-von-leonhard-f-seidl-im-z/ Grundlagen für ein neues Leben – Der Anarchosyndikalist Fritz Oerter
Am Dienstag 05.02.19 kommt der Schriftsteller Leonhard F. Seidl nach Rosenheim und stellt das Leben und Wirken des Anarchosyndikalist Fritz Oerter vor. Der Anti-Kriegs-Aktivist“ Fritz Oerter wäre dieses Jahr 150 Jahre alt geworden. In seiner Leihbücherei in Fürth wollte er Literatur allen zugänglich machen, in seinen Texten kämpfte er für eine gerechte und gewaltfreie Welt. Seidl zeichnet seinen Lebensweg über seinen Besuch bei der Feministin Emma Goldmann in New York bis zu seinem Tod 1935 in Gedichten, Texten und Bildern: kurzweilig, informativ und voller Anekdoten.

Die von der Bibliothek_A organisierte Veranstaltung beginnt um 19:00 Uhr im Rosenheimer linken Zentrum „Z“ (Innstr 45a). Der Eintritt ist frei

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Jan19 – Unser Buch des Monats: „Auf den Spuren von Georg Schuhmann und Alois Lahn“ http://BibliothekA.blogsport.de/2019/01/07/jan19-unser-buch-des-monats-auf-den-spuren-von-georg-schuhmann-und-alois-lahn/ http://BibliothekA.blogsport.de/2019/01/07/jan19-unser-buch-des-monats-auf-den-spuren-von-georg-schuhmann-und-alois-lahn/#comments Mon, 07 Jan 2019 17:02:55 +0000 Administrator Buch des Monats http://BibliothekA.blogsport.de/2019/01/07/jan19-unser-buch-des-monats-auf-den-spuren-von-georg-schuhmann-und-alois-lahn/ Am Sonntag, 13.01.19 referiert Andreas Salomon in der Rosenheimer Vetternwirtschaft zum„roten Kolbermoor“. Er stellt in seinem Vortrag zunächst die Geschichte der Kolbermoorer Arbeiterbewegung dar, um dann vor Augen zu führen, was während der sechs Monate der Rätezeit konkret passierte. Er wird zeigen, wie sehr die Kolbermoorer hinter ihren Räten standen und was diese für ihre Stadt leisteten.
Wir haben uns deshalb entschieden, sein bereits im Jahr 2000 erschienenes Buch „Auf den Spuren von Georg Schuhmann und Alois Lahn: ein Beitrag zur Kolbermoorer Räterepublik“ (DGB-Bildungswerk, 2000, 150 Seiten)
Momentan findet ihr es auf dem „Buch des Monats“ Ständer, ansonsten mit der Signatur „Ros-S 2“ in der Bibliothek_A.

Im folgenden dokumentieren wir die Pressemitteilung der Geschichtswerkstatt zu der Veranstaltung am 13.01.19:

So., 13.01.19: Film, Vortrag und Ausstellung in der Vetternwirtschaft
Das rote Kolbermoor
Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Es lebe das freie Bayern“ zu 100 Jahren Revolutions- und Rätezeit ist am Sonntag, den 13.01.2019 „das rote Kolbermoor“ Thema in der Rosenheimer Vetternwirtschaft. Nach der Vorführung des Dokumentarfilms „Auf der Suche nach dem roten Kolbermoor“ (br, 1985) referiert Andreas Salomon über seine Forschung zu „Kolbermoor in der Revolutionszeit“.
Der Themenabend beginnt mit der Vorführung des Dokumentarfilms „Auf der Suche nach dem roten Kolbermoor“. Dieser entstand 1985 als Koproduktion von BR und WDR und beinhaltet Filmszenen aus einem Theaterstück in der „Vetternwirtschaft“. Der Film versucht, die frühen Wurzeln des roten Kolbermoors aufzudecken und macht deutlich, dass Kolbermoor mit der Spinnerei und dem Tonwerk von seiner Gründung an eine Arbeiterstadt war, in der schon früh die Bedingungen für eine Arbeiterbewegung gegeben waren.
Anschließend referiert Andreas Salomon, Autor u.a. eines Buches über die Kolbermoorer Revolutionäre Georg Schuhmann und Alois Lahn. Er stellt in seinem Vortrag zunächst die Geschichte der Kolbermoorer Arbeiterbewegung dar, um dann vor Augen zu führen, was während der sechs Monate der Rätezeit konkret passierte. Er wird zeigen, wie sehr die Kolbermoorer hinter ihren Räten standen und was diese für ihre Stadt leisteten.
Die Veranstaltung ist zugleich Vernissage der Ausstellung „Für Zenzl“ mit Bildern von Erich Mühsam. In dieser Ausstellung werden vierzehn Reproduktionen der zum Teil unveröffentlichten Bilder ausgestellt, die der Rätedemokrat Erich Mühsam seiner Frau Zenzl zum Hochzeitstag aus der Festungshaft malte.
Der Film- und Vortragsabend ist eine Veranstaltung der Geschichtswerkstatt Rosenheim in Kooperation mit der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft. Die Veranstaltung beginnt um 19:00 Uhr, der Eintritt ist frei. Die Ausstellung ist noch bis 08.02.2019 in der Kleinkunstbühne Vetternwirtschaft (Oberaustraße 2) jeweils Donnerstag und Freitag, sowie bei Sonderveranstaltungen, ab 19:00 Uhr zu sehen. Bei der Finissage am 08.02.2019 referiert Uschi Otten (Berlin) über die Lebensgeschichte Zenzl Mühsams.

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Buch des Monats Dezember: „Es lebe das freie Bayern“ (Taschenkalender) http://BibliothekA.blogsport.de/2018/12/07/buch-des-monats-dezember-es-lebe-das-freie-bayern-taschenkalender/ http://BibliothekA.blogsport.de/2018/12/07/buch-des-monats-dezember-es-lebe-das-freie-bayern-taschenkalender/#comments Fri, 07 Dec 2018 17:01:30 +0000 Administrator Allgemein Buch des Monats http://BibliothekA.blogsport.de/2018/12/07/buch-des-monats-dezember-es-lebe-das-freie-bayern-taschenkalender/ Unser Buch des Monats, ist dieses mal ein Kalender. Unter dem Titel „Es lebe das freie Bayern“ hat die geschichtswerkstatt Rosenheim ein Taschenkalender auf Spurensuche zur Revolutions- und Rätezeit im Raum Rosenheim. Auf 350 Seiten dokumentiert der von der Geschichtswerkstatt Rosenheim herausgegebene Kalender die lokalen Ereignisse vor hundert Jahren, eine Zeit, als in Bayern die Monarchie gestürzt wurde. Nach dem die Erstauflage (500 Stück) in wenigen Wochen Weg war, ist nun eine Zweitauflage (nochmal 150) Stück erschienen.
„Der Kalender soll Geschehnisse von vor hundert Jahren ins tägliche Bewusstsein rufen“ schreibt die Geschichtswerkstatt im Vorwort zu dem Kalender. In dem Kalender für das Jahr 2019, welcher bereits im November 2018 beginnt, finden sich an einzelnen Tagen kurze Informationen zu (lokal)historischen Ereignissen. Wöchentlich geben zusätzlich Aussagen von Zeitgenoss*innen oder Auszüge aus der Lokalzeitung kurze Einblicke in die Revolutionszeit.
Neben dem Kalenderteil ergänzen Hintergrundartikel die Spurensuche. Hierzu verwendet die Geschichtswerkstattzum einen historisches Quellenmaterial wie Polizeiberichte, Verhörprotokolle und Zeitzeug*innenberichte. Zum anderen werden Artikel verschiedener Historiker*innen und Publizist*innen (wie. z.B. Dr. Michael Seligmann, Simon Schaupp, Andreas Salomon oder Christiane Sternsdorf-Hauck) abgedruckt, welche sich mit den revolutionären Ereignissen in und um Rosenheim beschäftigen. Abgerundet wird das Büchlein durch historische Fotos von Demonstrationen, Akteur*innen, Orten und Plakaten aus unterschiedlichen Archiven, darunter auch bisher unveröffentlichte Plakate.
Den Kalender gibt es am:
* Samstag-Abend (08.12. – ab 19:45 Uhr) in der Vetternwirtschaft beim „good night – white pride“ Konzert
und am
* Sonntag – Abend (09.12. – ab 19:00 Uhr) in der Asta Kneipe bei dem Vortrag über Guido Kopp
Die vorbestellten Exemplare gehen am Montag in die Post und der Rest ist dann wieder bei BeBop Schallplatten, der Vetternwirtschaft und im Z-linken Zentrum erhältlich.
Eine Internetseite zum Thema befindet sich gerade im Aufbau. Unter revolution.rosenheim.tk wird es zukünftig weitere Informationen über das revolutionäre Geschehen in der Region Rosenheim geben.

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Buch des Monats: „Sperlingskinder“ von Antje Kosemund http://BibliothekA.blogsport.de/2018/06/01/buch-des-monats-sperlingskinder-von-antje-kosemund/ http://BibliothekA.blogsport.de/2018/06/01/buch-des-monats-sperlingskinder-von-antje-kosemund/#comments Fri, 01 Jun 2018 10:37:53 +0000 Administrator Allgemein Veranstaltungen Buch des Monats http://BibliothekA.blogsport.de/2018/06/01/buch-des-monats-sperlingskinder-von-antje-kosemund/ Am Samstag 02.06.18 kommt die Zeitzeugin Antje Kosemund (Stiftung Auschwitz-Komitee) nach Wasserburg und referiert zum Thema Euthanasie während des Nationalsozialismus und deren Aufarbeitung. Die Veranstaltung wird von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft in Kooperation mit der Gruppe „contre la tristesse“ und dem Kurt Eisner Verein organisiert und findet im Rahmen einer Exkursionsreihe zu kaum bekannten NS-Gedenkstätten im Raum Rosenheim statt. Die Teilnahme an der Führung und dem Zeitzeugengespräch ist kostenlos. Aus Rosenheim gibt es eine Exkursionsfahrt. Diese startet um 12:15 Uhr am Bahnhof Rosenheim. Die Kosten für die Zugfahrt nach Wasserburg müssen die Teilnehmenden selbst bezahlen.
Weitere Informationen gibt es unter: https://contre.rosenheim.tk/nationalsozialismus-in-rosenheim/

Wir nehmen die Exkursion zum Anlass, das 2011 im VSA Verlag erschienene Buch „Sperlingskinder“ von Antje Kosemund zu unserem Buch des Monats zu küren:

Antje Kosemund
Sperlingskinder

Faschismus und Nachkrieg:
Vergessen ist Verweigerung der Erinnerung!
184 Seiten | mit zahlreichen Fotos | 2011 | EUR 16.80
ISBN 978-3-89965-494-3

Antje Kosemund erzählt die Geschichte ihrer Familie. Ihre Erinnerungen und ihr Wirken bis in die Gegenwart sind Zeugnis für ein widerständiges Leben – gegen die Verdrängung der Wunden, die Faschismus, Kriegszeit und Nachkriegszeit bei vielen Opfern und ihren Angehörigen hinterlassen haben.
Das von der Autorin beschriebene Lebensbild reicht zurück bis zum November 1932, als die Hitler-Diktatur bereits ihre Schatten voraus warf. Die Verhaftung des Vaters Bruno Sperling durch die Gestapo im Mai 1933, die Ängste und Einschränkungen während der NS-Zeit wurden zu prägenden Erfahrungen.
Sie haben Antje Kosemund nicht entmutigt – im Gegenteil. Die letzten Worte der früh verstorbenen Mutter, »Pass gut auf die Kleinen auf«, wurden ihr zur Verpflichtung. Ein Schwerpunkt ihrer Geschichte ist daher die Gedenkarbeit für die lange vergessene Schwester Irma, die als Kind dem »Euthanasie«-Mordprogramm der Nazis zum Opfer fiel. Die Kraft und Hartnäckigkeit, die notwendig waren, um ihr und ihren Leidensgefährtinnen endlich einen würdigen Gedenkort zu schaffen, zeigt: Erinnerung kann befreiend sein!

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Des weiteren wollen wir auf ein weiteres zu dem Thema passendes Buch aus dem Bibliothek_A Bestand hinweisen: „Psychiatrie im Nationalsozialismus: Die Bayerischen Heil- und Pflegeanstalten zwischen 1933 und 1945“ (Signatur nat-C1):
In der Zeit des Nationalsozialismus wurden 20.000 psychisch kranke Menschen aus Bayern ermordet oder starben einen qualvollen, bewusst herbeigeführten Hungertod. Die bayerischen Heil- und Pflegeanstalten selbst, die eigentlich zur Betreuung und zum Schutz ihrer Patienten gegründet worden waren, beteiligten sich aktiv an den Verbrechen. Beschäftigte der heutigen bayerischen Bezirkskrankenhäuser haben diese Taten anhand der Archive ihrer Häuser aufgearbeitet und das jahrzehntelange Schweigen gebrochen. Das daraus entstandene und bereits 1999 erschienene (inzwischen ausverkauft) Buch, gilt als einzigartige Standardwerk und ist weiterhin aktuell. Lokalgeschichtlich ist besonders der Beitrag von Hans Ludwig Bischof zur „Heil- und Pflegeanstallt Gabersse“ (S. 363 ff.) interessant.

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Unsere neununddreißig Bücher des Monats – die MEW http://BibliothekA.blogsport.de/2018/05/05/unsere-neununddreissig-buecher-des-monats-die-mew/ http://BibliothekA.blogsport.de/2018/05/05/unsere-neununddreissig-buecher-des-monats-die-mew/#comments Sat, 05 May 2018 19:04:46 +0000 Administrator Allgemein Buch des Monats http://BibliothekA.blogsport.de/2018/05/05/unsere-neununddreissig-buecher-des-monats-die-mew/ Heute zum 200. Geburtstag von Karl Marx präsentieren wir statt dem Buch des Monats unsere 39 Bücher des Monats: Die Marx-Engels-Werke (MEW) auch bekannt als Blaue Bände. Bei uns in der Bibliothek_A haben wir:

* Bd. 1–22 (Werke und Schriften): Hier sind die bekannten philosophischen, ökonomischen, historischen und politischen Werke, Publikationen, Artikel und Reden von Marx und Engels abgedruckt, darunter bspw. „Die deutsche Ideologie“ (Bd. 3), das „Kommunistische Manifest“ (Bd. 4), „Der achtzehnte Brumaire des Louis Bonaparte“ (Bd. 8 ), „Kritik des Gothaer Programms“ (Bd. 19) oder Engels‘ „Anti-Dühring“ (Bd. 20).
* Bd. 23–26.3 (ökonomische Schriften): Dieser Bereich umfasst die drei Bände von Marx‘ Hauptwerk „Das Kapital“ (Bd. 23–25) und die „Theorien über den Mehrwert“ (Bd. 26.1–26.3), einen Teil des ökonomischen Manuskripts der Jahre 1861–1863.
* Bd. 27–39 (Briefe): Die Briefbände umfassen den Briefwechsel von Marx und Engels miteinander und an dritte Personen (jedoch anders als die MEGA nicht die Briefe dritter Personen an Marx und Engels) aus dem Zeitraum 1842–1895.
Auch haben wir:
* Zwei Verzeichnisbände: Ein erster Band (Marx Engels Verzeichnis – Erster Band: Werke Schrift Artikel) im Jahre 1968, ein zweiter (Marx Engels Verzeichnis – Zweiter Band: Briefe Postkarten Telegramme) 1971.
* Sachregister für Bd. 1–39: Nachdem bereits 1983 bei Pahl-Rugenstein ein Sachregister für die MEW erschienen war, folgte die offizielle Ausgabe des Dietz Verlags im Jahr 1989 (Karl Marx – Friedrich Engels Werke. Sachregister (Band 1–39)).

Noch nicht in unserem Bestand sind die Ergänzungsbände Bd. 40–44. Falls die wer zu hause rum stehen hat und nicht mehr braucht: Bücherspenden sind bei uns (genauso wie Geldspenden) herzlich willkommen.

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Nie wieder. Schon wieder. Immer noch. – Unser Buch des Monats http://BibliothekA.blogsport.de/2018/02/17/nie-wieder-schon-wieder-immer-noch-unser-buch-des-monats/ http://BibliothekA.blogsport.de/2018/02/17/nie-wieder-schon-wieder-immer-noch-unser-buch-des-monats/#comments Sat, 17 Feb 2018 12:54:52 +0000 Administrator Allgemein Veranstaltungen Buch des Monats http://BibliothekA.blogsport.de/2018/02/17/nie-wieder-schon-wieder-immer-noch-unser-buch-des-monats/ In Rosenheim findet derzeit die Veranstaltungsreihe „Kein Schlussstrich – NSU Komplex und rechter Terror in Bayern“ statt. Passend dazu haben wir unser Buch des Monats ausgewählt: Der Katalog zur Ausstellung „ Nie wieder. Schon wieder. Immer noch. Rechtsextremismus in Deutschland seit 1945“ des NS-Dokumentationszentrums München (noch bis 02.04.18)
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Der Ausstellungskatalog dokumentiert die gesamte Ausstellung und ergänzt diese um dreizehn Fachbeiträge, die sich dem Themenfeld Rechtsextremismus aus unterschiedlichen Perspektiven nähern. Die Autorinnen und Autoren sind allesamt Expertinnen und Experten und haben sich in ihrem jeweiligen Fachbereich intensiv mit dem Rechtsextremismus befasst. Unter ihnen sind neben Historikern und Politikwissenschaftlern auch Pädagogen, Juristen und Journalisten sowie Fachleute aus Betroffenenverbänden und Ausstiegsorganisationen vertreten. Neben aktuellen wissenschaftlichen Analysen der „extremen Rechten“ (mit Beiträgen u. a. von Wolfgang Benz, Alexander Häusler, Beate Küpper und Andreas Zick) werden die politischen und gesellschaftlichen Gegenstrategien sowie die Perspektive der Opfer vorgestellt (Beiträge u. a. von Miriam Heigl, Marcus Buschmüller, Jutta Neupert und Siegfried Benker). Ergänzt wird das Spektrum durch zwei journalistische Fallstudien zu den beiden wohl am tiefsten im kollektiven Gedächtnis der Deutschen eingegrabenen Verbrechen des rechten Terrors seit 1945, dem Oktoberfest-Attentat (Ulrich Chaussy) und den Morden des Nationalsozialistischen Untergrunds (Thies Marsen).

Dieses Buch, beinhaltet nicht nur lokale Vorfälle (u.a. aus Bad Aibling), es passt eben auch hervorragend zu den kommenden beiden Veranstaltungen:
Am So, 18.02.18 (19:00 Uhr) referiert Robert Andreasch („AIDA Archiv“, München) im Z zu„Geschichte, Konzepte und Bedingungen rechten Terrors in Bayern“.
In dem Begleitbuch zur Ausstellung ist auch der Andreasch Beitrag „Vom Penzberger Rathaus bis zum Münchner Olympia-Einkaufszentrum. Rechte Attentate in Bayern“ veröffentlicht. Wir möchten uns der Einschätzung von Johannes Hartl im Störungsmelder der ZEIT anschließen:

„(…)Besonders positiv fällt hier der Beitrag von Robert Andreasch auf, einem erfahrenen Fachjournalisten und Mitarbeiter des aida-Archivs in München. Der Autor präsentiert eine Chronik des Rechtsterrorismus in Bayern seit 1945 (S. 63 – 73), die in dieser Form ihresgleichen sucht. In seinem Beitrag ruft Andreasch viele neonazistische Gewalttaten in Erinnerung, die längst aus dem kollektiven Gedächtnis verschwunden sind, und beschäftigt sich außerordentlich kritisch mit den bagatellisierenden Reaktionen der Behörden — eine Anmerkung, die nötiger denn je scheint. (…)“


Mit der journalistische Fallstudie von Ulrich Chaussy zum Oktoberfest-Attentat bietet das Buch auch den passenden Begleittext zum „politischen Film“ (jeden ersten Sonntag im Monat). Denn am So, 04.03. (19:00 Uhr) ist ebenfalls im Z linkes Zentrum, Innstr 45a, Rosenheim der „Film zum Oktoberfestattentat“ zu sehen.

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Untergangster des Abendlandes. unser Buch des Monats http://BibliothekA.blogsport.de/2018/01/15/untergangster-des-abendlandes-unser-buch-des-monats/ http://BibliothekA.blogsport.de/2018/01/15/untergangster-des-abendlandes-unser-buch-des-monats/#comments Mon, 15 Jan 2018 15:42:01 +0000 Administrator Allgemein Buch des Monats http://BibliothekA.blogsport.de/2018/01/15/untergangster-des-abendlandes-unser-buch-des-monats/ Passend zur Lesung am Mittwoch (17.01.18 – 20:00 Uhr) präsentieren wir den Sammelband „Untergangster des Abendlandes. Ideologie und Rezeption der rechtsextremen ‚Identitären‘“ als unser Buch des Monats Februar.

„Die rechtsextremen ‚Identitären‘ gehören ohne Zweifel zu den wichtigsten Akteur*innen des außerparlamentarischen Rechtsextremismus in Österreich. Ihr „Erfolgsrezept“ liegt einerseits darin begründet, sich nach außen hin vom Nationalsozialismus abzugrenzen und so behördlicher Repression nach dem „Verbotsgesetz“ aus dem Weg zu gehen und andererseits gesellschaftlich anschlussfähige Konzepte eines modernisierten völkischen Nationalismus zu propagieren. Dabei bedienen sie sich eines Straßenaktivismus, der geschickt mit Social-Media-Tools inszeniert und verbreitet wird.

Bisherige Auseinandersetzungen mit diesem relativ jungen Phänomen übernahmen nicht selten unkritisch Selbstbezeichnungen der ‚Identitären‘ als „weder links noch rechts“ oder „Neue Rechte“ und ließen dahinter stehende ideologische Denkmuster meist zu kurz kommen.
Der vorliegende Sammelband nimmt daher eine kritische Analyse dieser Selbstinszenierungen vor, indem die hinter dem „‚identitären‘ Denken stehenden Vordenker und Ideologeme wie (Neo-)Rassismus, Antisemitismus und Nationalismus analytisch durchdrungen und mit anderen Formen des Rechtsextremismus in Verbindung gesetzt werden. Ergänzend werden bislang vernachlässigte Themen wie subkulturelle Bezüge der ‚Identitären‘, propagierte Geschlechterbilder, Rhetoriken der Angst sowie ihr Verhältnis zu Islamismus und eurasischer Ideologie ins Zentrum der Analyse gerückt.

Dabei wird auch der Frage nachgegangen, wie sich der rechtsextreme Charakter der ‚Identitären‘ begründen lässt und inwiefern von einer modernisierten Form des Rechtsextremismus gesprochen werden kann.“

Das im November 2017 bei Marta Press ( ISBN: 978-3-944442-68-6) erschienene Buch hat 436 Seiten 15 Fachartikel zu den Idäntitären. In das Buch reinlesen könnt Ihr im Z (Buch des Monats Ständer). Das Inhaltsverzeichnis und Autor*inneninfos findet Ihr auch online in der Leseprobe: http://www.marta-press.de/cms/images/leseproben/vorschau-identitaere-2017-11-13seiten-ohne-register

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Mi 17.01.: Buchvorstellung Untergangster des Abendlandes. http://BibliothekA.blogsport.de/2018/01/11/mi-17-01-buchvorstellung-untergangster-des-abendlandes/ http://BibliothekA.blogsport.de/2018/01/11/mi-17-01-buchvorstellung-untergangster-des-abendlandes/#comments Thu, 11 Jan 2018 12:17:53 +0000 Administrator Allgemein Veranstaltungen Buch des Monats http://BibliothekA.blogsport.de/2018/01/11/mi-17-01-buchvorstellung-untergangster-des-abendlandes/ Untergangster des Abendlandes. Das Buch über die rechtsextremen Identitären
Buchvorstellung und Diskussion mit den Herausgeber*innen.

Mi, 17.11.18 | 20:00 Uhr | Z linkes Zentrum, Innstr 45, Rosenheim

Lesung Untergangster Rosenheim

Die rechtsextremen „Identitären“ gehören ohne Zweifel zu den wichtigsten Akteur*innen des außerparlamentarischen Rechtsextremismus in Österreich. Ihr „Erfolgsrezept“ liegt einerseits darin begründet, sich nach außen hin vom Nationalsozialismus abzugrenzen und so behördlicher Repression nach dem „Verbotsgesetz“ aus dem Weg zu gehen und andererseits gesellschaftlich anschlussfähige Konzepte eines modernisierten völkischen Nationalismus zu propagieren. Dabei bedienen sie sich eines Straßenaktivismus, der geschickt mit Social-Media-Tools inszeniert und verbreitet wird.

Bisherige Auseinandersetzungen mit diesem relativ jungen Phänomen übernahmen nicht selten unkritisch Selbstbezeichnungen der „Identitären“ als „weder links noch rechts“ oder „Neue Rechte“ und ließen dahinter stehende ideologische Denkmuster meist zu kurz kommen.

Der vorliegende Sammelband nimmt daher eine kritische Analyse dieser Selbstinszenierungen vor, indem die hinter dem „identitären“ Denken stehenden Vordenker und Ideologeme wie (Neo-)Rassismus, Antisemitismus und Nationalismus analytisch durchdrungen und mit anderen Formen des Rechtsextremismus in Verbindung gesetzt werden. Ergänzend werden bislang vernachlässigte Themen wie subkulturelle Bezüge der „Identitären“, propagierte Geschlechterbilder, Rhetoriken der Angst sowie ihr Verhältnis zu Islamismus und eurasischer Ideologie ins Zentrum der Analyse gerückt.

Dabei wird auch der Frage nachgegangen, wie sich der rechtsextreme Charakter der „Identitären“ begründen lässt und inwiefern von einer modernisierten Form des Rechtsextremismus gesprochen werden kann. Insbesondere wird hierbei auf die ideologischen und personellen Überschneidungen zum völkischen Verbindungsmilieu in Österreich eingegangen.

Die Veranstaltung wird von der Gruppe „contre la tristesse“ in Kooperation mit der „Bibliothek A“ organisiert.

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„Die AfD und die soziale Frage“ http://BibliothekA.blogsport.de/2017/12/08/die-afd-und-die-soziale-frage/ http://BibliothekA.blogsport.de/2017/12/08/die-afd-und-die-soziale-frage/#comments Fri, 08 Dec 2017 16:39:24 +0000 Administrator Veranstaltungen Buch des Monats http://BibliothekA.blogsport.de/2017/12/08/die-afd-und-die-soziale-frage/ Am Sonntag 17.12.17 kommt der Gewerkschafter und Publizist Stefan Dietl nach Rosenheim und stellt sein aktuelles Buch „Die AfD und die soziale Frage“ vor. Dieses Buch ist auch unser Buch des Monats im Dezember:

„Die besorgniserregenden Wahlerfolge und die zunehmende Verankerung der AfD in der deutschen Parteienlandschaft führen unter ihren Gegner*innen zu kontroversen Debatten darüber, wie der Rechtspartei zu begegnen sei. Während einige darauf setzen, die AfD als unsozial zu brandmarken und über ihre neoliberale Programmatik aufzuklären, verweisen andere auf die teils antikapitalistische Rhetorik führender Parteifunktionäre und warnen vor der gefährlichen Kombination aus rassistischer Hetze und sozialer Demagogie.
Um zu klären, welche Rolle die soziale Frage in der AfD tatsächlich spielt, untersucht Stefan Dietl die sozialpolitische Ausrichtung der Partei anhand ihres im Mai 2016 verabschiedeten Grundsatzprogramms und der vorhergehenden Debatten zwischen den verschiedenen Flügeln der Partei. Dabei zeigen sich sowohl die marktradikalen Positionen der AfD als auch ihre im »völkischen Antikapitalismus« verwurzelten Inhalte.
Dem Autor gelingt eine anschauliche Darstellung der aktuellen sozial- und wirtschaftspolitischen Programmatik der AfD vor dem Hintergrund des Kräftezerrens zwischen Marktradikalen und völkischen Nationalisten. Doch Dietl liefert auch eine Problemanalyse bisheriger Versäumnisse der Gewerkschaften im Umgang mit der AfD und ihrem Klientel – und entwirft gewerkschaftliche Gegenstrategien.“

Die Veranstaltung am 17.12.17 beginnt um 19:00 Uhr im Z, dem linken Zentrum in der Rosenheimer Innstraße 45a. Der Eintritt ist frei. Organisiert wird die Veranstaltung von „Contre La Tristesse“ in Zusammenarbeit mit der Bibliothek_A, der infogruppe rosenheim und dem Kurt Eisner Verein.
Im Z kann das Buch auch ab sofort durchgeblättert werden. Momentan findet ihr es auf dem „Buch des Monats“ Ständer, und dann zukünftig mit der Signatur „???“ in der Bibliothek_A.

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Do, 12.10.: Fronten – Krimilesung und Gespräch mit dem Autor Leonhard F. Seidl http://BibliothekA.blogsport.de/2017/09/04/do-12-10-fronten-krimilesung-und-gespraech-mit-dem-autor-leonhard-f-seidl/ http://BibliothekA.blogsport.de/2017/09/04/do-12-10-fronten-krimilesung-und-gespraech-mit-dem-autor-leonhard-f-seidl/#comments Mon, 04 Sep 2017 21:28:25 +0000 Administrator Allgemein Veranstaltungen http://BibliothekA.blogsport.de/2017/09/04/do-12-10-fronten-krimilesung-und-gespraech-mit-dem-autor-leonhard-f-seidl/ Am Donnerstag, dem 12. Oktober, kommt der Schriftsteller Leonhard F. Seidl nach Rosenheim und liest aus seinem aktuellen Krimi „Fronten“.Das Buch, erschienen bei Edition Nautilus, ist ein Kriminalroman nach einem wahren Fall: Ein bosnischer Waffensammler läuft Amok, ein »Reichsbürger« sinnt auf Rache und eine muslimische Ärztin gerät zwischen die Fronten.

Lesung Fronten Rosenheim

Die kurdische Ärztin Roja Özen ist vorbildlich integriert in der oberbayerischen Kleinstadt Auffing. Doch dann erschießt der Bosnier Ayyub Zlatar, als Kind aus Srebrenica geflohen, auf der Wache drei Polizisten – und verschont die anwesende Roja. Alles sieht nach einem Anschlag des IS aus. Roja wird als Komplizin verdächtigt, verliert Patienten, Mann und Freunde.
Markus Keilhofer, aufgewachsen bei seinen Großeltern, fanatischen »Reichsbürgern«, will Muslime für das Blutbad büßen lassen. Als er bewaffnet in eine Moschee stürmt, stellt Roja sich ihm in den Weg …
Geschickt verknüpft Seidl die Lebenswege der drei Protagonisten miteinander, die in einem packenden Finale aufeinandertreffen. Ein hochaktueller Kriminalroman über Rassismus und Fanatismus in einer Gesellschaft voller Angst und über den Mut, sich dem entgegenzustellen.
„Fronten“ ist inspiriert von einem wahren Fall aus dem Jahr 1988. Im oberbayerischen Dorfen erschoss ein Mann aus Jugoslawien drei Polizisten, was eine Welle fremdenfeindlicher Reaktionen auslöste. Bis heute hält das Landratsamt Erding Schriftstücke über den Fall unter Verschluss.
Die Lesung mit anschließendem Gespräch beginnt um 19:30 Uhr im Rosenheimer linken Zentrum „Z“ (Innstraße 45a). Der Eintritt ist frei. Veranstaltet wird der Abend von der Rosenheimer Gruppe des Netzwerks attac, unterstützt von der DKP und der Rosenheimer Bibliothek_A.

Stimmen zum Buch:

==> KRIMI der Woche: „Wenn Reichsbürger und Amokläufer um sich schießen“

„„Fronten“ erliegt dabei genau dem nicht, woran Journalismus, woran die Öffentlichkeit sogenannter sozialer Medien gegenwärtig ganz besonders krankt. „Fronten“ festigt keine Fronten. Spricht niemanden frei, niemanden schuldig. Zeigt, was woher kommt in der Gesellschaft und wohin es führt … Die Vergangenheit mag nicht vergehen, ohne den Versuch zumindest, sie zu verstehen, wird sie sich immer wieder wiederholen.“
Elmar Krekeler, DIE WELT, 23.08.2017

==> „Fronten“ ist der Roman zur politischen Situation heute – von wegen Littérature engagée ist überflüssig. Sie ist notwendiger denn je, und Leonhard F. Seidl ist ihr Protagonist.“
Thomas Wörtche

Zum Autor:
Leonhard F. Seidl, geboren 1976 in München, ist Schriftsteller und Sozialarbeiter. Er hat zahlreiche Preise und Stipendien erhalten, u.a. für seine Arbeit »Beschriebene Blätter – kreatives Schreiben mit straffälligen Jugendlichen«, wofür er freiwillig im Knast saß. Für „Fronten“ bekam Seidl mehrere Stipendien, u. a. war er Stipendiat der Romanwerkstatt Literaturforum im Brecht-Haus sowie der Bayerischen Akademie des Schreibens im Literaturhaus München. Mit dem Roman „Mutterkorn“ (Kulturmaschinen, 2011) debütierte er, darauf folgten die Kriminalromane „Genagelt“ (Emons, 2014) und „Viecher“ (Emons, 2015). Mitglied im PEN.

Web:
http://textartelier.de/ – Seite des Autors
http://www.edition-nautilus.de/programm/belletristik/buch-978-3-96054-051-9.html – Seite des Verlags
http://z-rosenheim.org/ – Seite des Veranstaltungsortes
www.attac-rosenheim.de/ – Seite der veranstaltenden Gruppe
http://bibliotheka.blogsport.de/ — Seite der mitveranstaltenden Gruppe


Daten zum Buch:

Autor: Leonhard F. Seidl
Titel: Fronten
Genre:Kriminalroman
Seiten: 160 Seiten
Preis: 16,–
Verlag: Edition Nautilus
Bindung: Broschur
ISBN: 978-3-96054-051-9
Erschienen August 2017

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