Archiv der Kategorie 'Veranstaltungen'

Nie wieder. Schon wieder. Immer noch. – Unser Buch des Monats

In Rosenheim findet derzeit die Veranstaltungsreihe „Kein Schlussstrich – NSU Komplex und rechter Terror in Bayern“ statt. Passend dazu haben wir unser Buch des Monats ausgewählt: Der Katalog zur Ausstellung „ Nie wieder. Schon wieder. Immer noch. Rechtsextremismus in Deutschland seit 1945“ des NS-Dokumentationszentrums München (noch bis 02.04.18)
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Mi 17.01.: Buchvorstellung Untergangster des Abendlandes.

Untergangster des Abendlandes. Das Buch über die rechtsextremen Identitären
Buchvorstellung und Diskussion mit den Herausgeber*innen.

Mi, 17.11.18 | 20:00 Uhr | Z linkes Zentrum, Innstr 45, Rosenheim

Lesung Untergangster Rosenheim

Die rechtsextremen „Identitären“ gehören ohne Zweifel zu den wichtigsten Akteur*innen des außerparlamentarischen Rechtsextremismus in Österreich. Ihr „Erfolgsrezept“ liegt einerseits darin begründet, sich nach außen hin vom Nationalsozialismus abzugrenzen und so behördlicher Repression nach dem „Verbotsgesetz“ aus dem Weg zu gehen und andererseits gesellschaftlich anschlussfähige Konzepte eines modernisierten völkischen Nationalismus zu propagieren. Dabei bedienen sie sich eines Straßenaktivismus, der geschickt mit Social-Media-Tools inszeniert und verbreitet wird.

Bisherige Auseinandersetzungen mit diesem relativ jungen Phänomen übernahmen nicht selten unkritisch Selbstbezeichnungen der „Identitären“ als „weder links noch rechts“ oder „Neue Rechte“ und ließen dahinter stehende ideologische Denkmuster meist zu kurz kommen.

Der vorliegende Sammelband nimmt daher eine kritische Analyse dieser Selbstinszenierungen vor, indem die hinter dem „identitären“ Denken stehenden Vordenker und Ideologeme wie (Neo-)Rassismus, Antisemitismus und Nationalismus analytisch durchdrungen und mit anderen Formen des Rechtsextremismus in Verbindung gesetzt werden. Ergänzend werden bislang vernachlässigte Themen wie subkulturelle Bezüge der „Identitären“, propagierte Geschlechterbilder, Rhetoriken der Angst sowie ihr Verhältnis zu Islamismus und eurasischer Ideologie ins Zentrum der Analyse gerückt.

Dabei wird auch der Frage nachgegangen, wie sich der rechtsextreme Charakter der „Identitären“ begründen lässt und inwiefern von einer modernisierten Form des Rechtsextremismus gesprochen werden kann. Insbesondere wird hierbei auf die ideologischen und personellen Überschneidungen zum völkischen Verbindungsmilieu in Österreich eingegangen.

Die Veranstaltung wird von der Gruppe „contre la tristesse“ in Kooperation mit der „Bibliothek A“ organisiert.

„Die AfD und die soziale Frage“

Am Sonntag 17.12.17 kommt der Gewerkschafter und Publizist Stefan Dietl nach Rosenheim und stellt sein aktuelles Buch „Die AfD und die soziale Frage“ vor. Dieses Buch ist auch unser Buch des Monats im Dezember:

„Die besorgniserregenden Wahlerfolge und die zunehmende Verankerung der AfD in der deutschen Parteienlandschaft führen unter ihren Gegner*innen zu kontroversen Debatten darüber, wie der Rechtspartei zu begegnen sei. Während einige darauf setzen, die AfD als unsozial zu brandmarken und über ihre neoliberale Programmatik aufzuklären, verweisen andere auf die teils antikapitalistische Rhetorik führender Parteifunktionäre und warnen vor der gefährlichen Kombination aus rassistischer Hetze und sozialer Demagogie.
Um zu klären, welche Rolle die soziale Frage in der AfD tatsächlich spielt, untersucht Stefan Dietl die sozialpolitische Ausrichtung der Partei anhand ihres im Mai 2016 verabschiedeten Grundsatzprogramms und der vorhergehenden Debatten zwischen den verschiedenen Flügeln der Partei. Dabei zeigen sich sowohl die marktradikalen Positionen der AfD als auch ihre im »völkischen Antikapitalismus« verwurzelten Inhalte.
Dem Autor gelingt eine anschauliche Darstellung der aktuellen sozial- und wirtschaftspolitischen Programmatik der AfD vor dem Hintergrund des Kräftezerrens zwischen Marktradikalen und völkischen Nationalisten. Doch Dietl liefert auch eine Problemanalyse bisheriger Versäumnisse der Gewerkschaften im Umgang mit der AfD und ihrem Klientel – und entwirft gewerkschaftliche Gegenstrategien.“

Die Veranstaltung am 17.12.17 beginnt um 19:00 Uhr im Z, dem linken Zentrum in der Rosenheimer Innstraße 45a. Der Eintritt ist frei. Organisiert wird die Veranstaltung von „Contre La Tristesse“ in Zusammenarbeit mit der Bibliothek_A, der infogruppe rosenheim und dem Kurt Eisner Verein.
Im Z kann das Buch auch ab sofort durchgeblättert werden. Momentan findet ihr es auf dem „Buch des Monats“ Ständer, und dann zukünftig mit der Signatur „???“ in der Bibliothek_A.

Do, 12.10.: Fronten – Krimilesung und Gespräch mit dem Autor Leonhard F. Seidl

Am Donnerstag, dem 12. Oktober, kommt der Schriftsteller Leonhard F. Seidl nach Rosenheim und liest aus seinem aktuellen Krimi „Fronten“.Das Buch, erschienen bei Edition Nautilus, ist ein Kriminalroman nach einem wahren Fall: Ein bosnischer Waffensammler läuft Amok, ein »Reichsbürger« sinnt auf Rache und eine muslimische Ärztin gerät zwischen die Fronten.

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Lesung mit Adelmo Cervi am Dienstag, 28.3.2017


Bibliothek_A präsentiert Lesung mit Adelmo Cervi am Dienstag, 28.3.2017

Am Dienstag, den 28.03.2017, kommt Adelmo Cervi (Reggio Emilia, Italien) nach Rosenheim und stellt sein Buch „Meine 7 Väter – Als Partisan gegen Hitler und Mussolini“ vor.

Die Familie Cervi ist eine antifaschistische Familie in der italienischen Region Reggio Emilia. Ihr Hof war zu Zeiten des Faschismus Anlaufstelle für viele Flüchtlinge. Darunter italienische Soldaten ebenso wie politische Gefangene und italienische Kriegsgefangene, die nach dem Sturz Mussolinis aus den Gefängnissen fliehen konnten.

Nach der Besatzung Italiens am 8. September 1943 durch die Deutschen organisierten unter anderem die Cervis den bewaffneten Widerstand und Anfang Oktober gehen die sieben Cervi-Brüder als Partisanen in die Berge.

Nach verschiedenen Aktionen in den Bergen und der Poebene werden die Brüder vom faschistischen Militär festgenommen und der Cervi-Hof angezündet. Als Racheaktion an einer erfolgreichen Partisan*innenaktion, bei der zwei bedeutende faschistische Militärs getötet wurden, werden am 28. November 1943 die sieben Cervi Brüder und ein Genosse hingerichtet.

Adelmo Chervi ist der Sohn von Aldo Cervi, einer der hingerichteten Brüder. Er erinnert an die Geschichte seiner Familie.

Die Lesung mit Adelmo Cervi ist der Auftakt zu einer Veranstaltungsreihe zum Thema `„…kommt nehmt mich mit euch“ Partisan*innenwiderstand gegen Nazideutschland´ die von der infogruppe rosenheim in Kooperation mit der Bibliothek_A und dem Kurt-Eisner-Verein organisiert wird. Die Lesung findet im Z – linkes Zentrum, Innstraße 45a um 19:30 Uhr statt, der Eintritt ist frei.