Archiv der Kategorie 'Allgemein'

Buch des Monats Dezember – Kritik der Religion und Esotherik

Nach fast einem Jahr Pause stellen wir euch mal wieder ein Buch aus dem Bestand der Bibliothek_A vor. Es ist Dezember, das Jahr fast zu Ende, alle im Stress und die Keksdosen voll. Weihnachten. Aber nicht nur das Christentum hat Konjunktur diese Tage. Daher stellen wir euch das Buch Kritik der Religion und Esotherik aus der Reihe theorie.org von Manuel Keller vor:
In der arabischen Welt ist theokratischer Islamismus auf dem Vormarsch, in den U.S.A. grassieren fundamentalistische evangelische Sekten, die Anläufe unternehmen, Darwins Evolutionstheorie durch biblische Offenbarungen zu ersetzen und in den ehemaligen Ostblockländern sind die christlichen Konfessionen auf dem Vormarsch. Angesichts dieser Entwicklungen liegt es nahe, die bisher verwendeten Argumentationsmuster der Religionskritik Revue passieren zu lassen und nachzufragen, ob sie für das 21. Jahrhundert unverändert taugen. Oder haben etwa doch diejenigen Recht, die behaupten, das religiöse Bewusstsein gehöre nun einmal zum Menschen und müsse daher weiterbestehen, solange es Menschen gibt?
Kellner verfolgt deshalb verschiedene Formen der Religionskritik von der Frühscholastik über die Aufklärung und Hegels Ansatz, den personifizierten Gott durch die Logik oder den Weltgeist zu ersetzen. Als Wendepunkt der Religionskritik macht er Feuerbach aus, der die Frage, ob es Gott gibt oder nicht, für überholt erklärt und sich der Frage widmet, wie Gott in die Köpfe der Menschen kommt. Ein Ansatz, der fast unweigerlich zu Marx führt, der fordert, dass von der Kritik der Religion zur Kritik des Jammertals übergegangen werden müsse, auf dessen Boden Religion gedeihe, und zu Freud, für den religiöse Inhalte Projektionen des menschlichen Familienlebens sind. Schließlich bezieht Kellner wichtige Thesen moralisch motivierter Religionskritiker, wie Bucharin und Most, in seine Überlegungen ein.

anarchistischebibliothek.org geht online!

Wir haben folgendes mail erhalten:

GenossInnen, MitstreiterInnen und GefährtInnen,

die anarchistischebibliothek.org geht online! Seit 2009 sammelt und archiviert theanarchistlibrary.org anarchistische Texte auf Englisch. Bisher gab es 6 Schwesternseiten in schwedischer, russischer, finnischer, mazedonischer, spanischer und serbokroatischer Sprache. Jetzt folgt die Deutschsprachige.

Wir nehmen an, dass die Eine oder der Andere von euch mit der englischen Version der Seite vertraut ist, dennoch wollen wir hier kurz zusammenfassen, was die Seite bietet: Die Texte, die die Seite füllen, sind sowohl als einfacher Fließtext abrufbar, als auch als lese-Pdf, Broschüren-Pdf, E-Book, und Html-file. Es können eigenständig Texte hinzugefügt und Texte mittels der „Buchbinder-Funktion“ zu Broschüren und Büchern zusammengesetzt werden.

Bis jetzt finden sich auf der Seite in etwa 200 Texte. Nach und nach werden immer mehr Texte aller Strömungen des Anarchismus die Seite füllen. Wir bitten jedoch um Gedult, da einzelne Feinheiten wie z.B. eine endgültige thematische Indexierung der Texte, wohl noch Wochen und Monate, vielleicht Jahre, dauern werden.

(…)

Also geht mal auf: http://anarchistischebibliothek.org/library

Buch des Monats (Feb 15) :Riot Grrrl Revisited!

„Das gehört in jede Pop-Bibliothek“ schrieb das Missy Magazine über das von Katja Peglow und Jonas Engelmann herausgegebene Buch „Riot Grrrl Revisited“. Wir, die Bibliothek_A, sind zwar keine Pop sondern eine Politbibliothek, aber gerade deshalb haben wir das Werk über die „Geschichte und Gegenwart einer feministischen Bewegung“ zu unserem Buch des Monats gemacht. Die „erweiterte Auflage des Standardwerks“ könnt ihr gerne als Intro zum internationalen Frauenkampftag (8.03 – überall) oder als Begleitbuch zum politischen Film „Princesses, Popstars & Girl Power“ (So, 01.03.15, 19:00 Uhr im Z) sehen.
Mit ihrem 1991 veröffentlichten Manifest brachten die Riot Grrrls die Verhältnisse mit der Forderung nach einer »Revolution Girl Style Now« zum brodeln. Das legendäre feministische Pamphlet gilt als Initialzündung der Riot-Grrrl-Bewegung, die in den Neunzigern in den USA ihren Anfang nahm und hierzulande zum Girlietum verwässert wurde. »Riot Grrrl Revisited« schreibt die Geschichte des revolutionären Kulturkampfes auf und zeigt, was von der radikalen Bewegung geblieben ist.
Mit Interviews und Essays zu Themen wie Ladyfesten, Riot Grrrl in Deutschland, Queercore und Riot Grrrls im Film.
Die erweiterte Neuauflage enthält zusätzlich Kapitel Essays zu den Hintergründen, FreundInnen und Feinden des russischen Bandprojekts Pussy Riot, das nach der Verhaftung dreier Mitglieder global eine ungeahnte Solidarität erfahren hat, sowie zu den global stattfindenden Slutwalks, auf denen sich weltweit hunderttausende Menschen gegen sexualisierte Gewalt positionieren.

Titel: Riot Grrrl Revisited!
Herausgeber*innen: Katja Peglow und Jonas Engelmann
Seiten: 216, broschiert
Verlag: Ventil Verlag;
Auflage: 2 (27. Februar 2013)
ISBN 978-3-931555-47-4
Preis: 16,90 €

BuchdesMonats: „Es begann in Altötting“

Passend zur Max Brym Lesung am Sonntag (19:00 Uhr -Z) ist auch „Es begann in Altötting“ unser Buch des Monats. Der autobiographischen Roman geht der Frage „Wie war das Leben im stockkatholischen Altötting der 60er und 70er Jahre?“ nach. Max Brym gibt in seinem Werk einen packenden Einblick in die Biografie eines politischen Aktivisten. Die pointierte Darstellung seines Kampfes gegen
Faschismus und Imperialismus, gegen Ausbeutung und Unterdrückung lässt
für den Leser eine ganz andere Seite der jüngeren deutschen Geschichte
erlebbar werden

Titel: Es begann in Altötting
Autor: Max Brym
ISBN: 978-3944264707
Seiten: 166 Seiten
Veröffentlichung: 2015
Verlag: swb-verlag
Preis: 11.80

Zu dem Buch gibt es auch einen Bericht des Lokalfernsehsenders RFO. Im gegensatz zu Rosenheim konnte in Waldkraiburg die Lesung jedoch nicht problemlos stattfinden, wie u.a. hagalil und die Jungel World berichten.

So, 18.01.15: Max Brym liest aus seinem aktuell erschienenen Buch „Es begann in Altötting“

So, 18.01.: Max Brym liest aus seinem aktuell erschienenen Buch „Es begann in Altötting“

Wie war das Leben im stockkatholischen Altötting der 60er und 70er Jahre? Max Brym gibt in seinem Werk einen packenden Einblick in die Biografie eines politischen Aktivisten.
Die pointierte Darstellung seines Kampfes gegen Faschismus und Imperialismus, gegen Ausbeutung und Unterdrückung lässt für den Leser eine ganz andere Seite der jüngeren deutschen Geschichte erlebbar werden.
Die Lesung beginnt um 19:00 Uhr, der Eintritt ist frei, Spenden sind erwünscht. Die Veranstaltung wird von der Bibliothek_A in Kooperation mit dem Z organisiert.