Nie wieder. Schon wieder. Immer noch. – Unser Buch des Monats

In Rosenheim findet derzeit die Veranstaltungsreihe „Kein Schlussstrich – NSU Komplex und rechter Terror in Bayern“ statt. Passend dazu haben wir unser Buch des Monats ausgewählt: Der Katalog zur Ausstellung „ Nie wieder. Schon wieder. Immer noch. Rechtsextremismus in Deutschland seit 1945“ des NS-Dokumentationszentrums München (noch bis 02.04.18)
.

Der Ausstellungskatalog dokumentiert die gesamte Ausstellung und ergänzt diese um dreizehn Fachbeiträge, die sich dem Themenfeld Rechtsextremismus aus unterschiedlichen Perspektiven nähern. Die Autorinnen und Autoren sind allesamt Expertinnen und Experten und haben sich in ihrem jeweiligen Fachbereich intensiv mit dem Rechtsextremismus befasst. Unter ihnen sind neben Historikern und Politikwissenschaftlern auch Pädagogen, Juristen und Journalisten sowie Fachleute aus Betroffenenverbänden und Ausstiegsorganisationen vertreten. Neben aktuellen wissenschaftlichen Analysen der „extremen Rechten“ (mit Beiträgen u. a. von Wolfgang Benz, Alexander Häusler, Beate Küpper und Andreas Zick) werden die politischen und gesellschaftlichen Gegenstrategien sowie die Perspektive der Opfer vorgestellt (Beiträge u. a. von Miriam Heigl, Marcus Buschmüller, Jutta Neupert und Siegfried Benker). Ergänzt wird das Spektrum durch zwei journalistische Fallstudien zu den beiden wohl am tiefsten im kollektiven Gedächtnis der Deutschen eingegrabenen Verbrechen des rechten Terrors seit 1945, dem Oktoberfest-Attentat (Ulrich Chaussy) und den Morden des Nationalsozialistischen Untergrunds (Thies Marsen).

Dieses Buch, beinhaltet nicht nur lokale Vorfälle (u.a. aus Bad Aibling), es passt eben auch hervorragend zu den kommenden beiden Veranstaltungen:
Am So, 18.02.18 (19:00 Uhr) referiert Robert Andreasch („AIDA Archiv“, München) im Z zu„Geschichte, Konzepte und Bedingungen rechten Terrors in Bayern“.
In dem Begleitbuch zur Ausstellung ist auch der Andreasch Beitrag „Vom Penzberger Rathaus bis zum Münchner Olympia-Einkaufszentrum. Rechte Attentate in Bayern“ veröffentlicht. Wir möchten uns der Einschätzung von Johannes Hartl im Störungsmelder der ZEIT anschließen:

„(…)Besonders positiv fällt hier der Beitrag von Robert Andreasch auf, einem erfahrenen Fachjournalisten und Mitarbeiter des aida-Archivs in München. Der Autor präsentiert eine Chronik des Rechtsterrorismus in Bayern seit 1945 (S. 63 – 73), die in dieser Form ihresgleichen sucht. In seinem Beitrag ruft Andreasch viele neonazistische Gewalttaten in Erinnerung, die längst aus dem kollektiven Gedächtnis verschwunden sind, und beschäftigt sich außerordentlich kritisch mit den bagatellisierenden Reaktionen der Behörden — eine Anmerkung, die nötiger denn je scheint. (…)“


Mit der journalistische Fallstudie von Ulrich Chaussy zum Oktoberfest-Attentat bietet das Buch auch den passenden Begleittext zum „politischen Film“ (jeden ersten Sonntag im Monat). Denn am So, 04.03. (19:00 Uhr) ist ebenfalls im Z linkes Zentrum, Innstr 45a, Rosenheim der „Film zum Oktoberfestattentat“ zu sehen.


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