Do, 12.10.: Fronten – Krimilesung und Gespräch mit dem Autor Leonhard F. Seidl

Am Donnerstag, dem 12. Oktober, kommt der Schriftsteller Leonhard F. Seidl nach Rosenheim und liest aus seinem aktuellen Krimi „Fronten“.Das Buch, erschienen bei Edition Nautilus, ist ein Kriminalroman nach einem wahren Fall: Ein bosnischer Waffensammler läuft Amok, ein »Reichsbürger« sinnt auf Rache und eine muslimische Ärztin gerät zwischen die Fronten.

Lesung Fronten Rosenheim

Die kurdische Ärztin Roja Özen ist vorbildlich integriert in der oberbayerischen Kleinstadt Auffing. Doch dann erschießt der Bosnier Ayyub Zlatar, als Kind aus Srebrenica geflohen, auf der Wache drei Polizisten – und verschont die anwesende Roja. Alles sieht nach einem Anschlag des IS aus. Roja wird als Komplizin verdächtigt, verliert Patienten, Mann und Freunde.
Markus Keilhofer, aufgewachsen bei seinen Großeltern, fanatischen »Reichsbürgern«, will Muslime für das Blutbad büßen lassen. Als er bewaffnet in eine Moschee stürmt, stellt Roja sich ihm in den Weg …
Geschickt verknüpft Seidl die Lebenswege der drei Protagonisten miteinander, die in einem packenden Finale aufeinandertreffen. Ein hochaktueller Kriminalroman über Rassismus und Fanatismus in einer Gesellschaft voller Angst und über den Mut, sich dem entgegenzustellen.
„Fronten“ ist inspiriert von einem wahren Fall aus dem Jahr 1988. Im oberbayerischen Dorfen erschoss ein Mann aus Jugoslawien drei Polizisten, was eine Welle fremdenfeindlicher Reaktionen auslöste. Bis heute hält das Landratsamt Erding Schriftstücke über den Fall unter Verschluss.
Die Lesung mit anschließendem Gespräch beginnt um 19:30 Uhr im Rosenheimer linken Zentrum „Z“ (Innstraße 45a). Der Eintritt ist frei. Veranstaltet wird der Abend von der Rosenheimer Gruppe des Netzwerks attac, unterstützt von der DKP und der Rosenheimer Bibliothek_A.

Stimmen zum Buch:

==> KRIMI der Woche: „Wenn Reichsbürger und Amokläufer um sich schießen“

„„Fronten“ erliegt dabei genau dem nicht, woran Journalismus, woran die Öffentlichkeit sogenannter sozialer Medien gegenwärtig ganz besonders krankt. „Fronten“ festigt keine Fronten. Spricht niemanden frei, niemanden schuldig. Zeigt, was woher kommt in der Gesellschaft und wohin es führt … Die Vergangenheit mag nicht vergehen, ohne den Versuch zumindest, sie zu verstehen, wird sie sich immer wieder wiederholen.“
Elmar Krekeler, DIE WELT, 23.08.2017

==> „Fronten“ ist der Roman zur politischen Situation heute – von wegen Littérature engagée ist überflüssig. Sie ist notwendiger denn je, und Leonhard F. Seidl ist ihr Protagonist.“
Thomas Wörtche

Zum Autor:
Leonhard F. Seidl, geboren 1976 in München, ist Schriftsteller und Sozialarbeiter. Er hat zahlreiche Preise und Stipendien erhalten, u.a. für seine Arbeit »Beschriebene Blätter – kreatives Schreiben mit straffälligen Jugendlichen«, wofür er freiwillig im Knast saß. Für „Fronten“ bekam Seidl mehrere Stipendien, u. a. war er Stipendiat der Romanwerkstatt Literaturforum im Brecht-Haus sowie der Bayerischen Akademie des Schreibens im Literaturhaus München. Mit dem Roman „Mutterkorn“ (Kulturmaschinen, 2011) debütierte er, darauf folgten die Kriminalromane „Genagelt“ (Emons, 2014) und „Viecher“ (Emons, 2015). Mitglied im PEN.

Web:
http://textartelier.de/ – Seite des Autors
http://www.edition-nautilus.de/programm/belletristik/buch-978-3-96054-051-9.html – Seite des Verlags
http://z-rosenheim.org/ – Seite des Veranstaltungsortes
www.attac-rosenheim.de/ – Seite der veranstaltenden Gruppe
http://bibliotheka.blogsport.de/ — Seite der mitveranstaltenden Gruppe


Daten zum Buch:

Autor: Leonhard F. Seidl
Titel: Fronten
Genre:Kriminalroman
Seiten: 160 Seiten
Preis: 16,–
Verlag: Edition Nautilus
Bindung: Broschur
ISBN: 978-3-96054-051-9
Erschienen August 2017


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