Unsere Stellungnahme

Am 24. Juli 2017 versendete das OVB anlässlich der Debatte um die Infogruppe Rosenheim tendenziöse Fragen an den Großteil der Bündnispartner*innen des Bündnis „Rosenheim nazifrei“ (die OVB Fragen befinden sich am Ende), mit Frist bis zum Freitag, 28. Juli 2017. Wir haben folgendes geantwortet:

Frau Melzig,
wir sind der Berichterstattung des OVB gefolgt und konnten darin allerdings keine einzige „Erkenntnis“ entdecken. Viel mehr handelt es sich um Vermutungen, Diffamierungen und falsche Behauptungen. Mit ernsthaftem Jounalismus hat das offensichtlich nichts zu tun. Viel mehr werden hier geziehlt linke und antirassistische Strukturen unter falschen Behauptungen Anfeindungen preisgegeben. So ist das OVB sich auch nicht zu schade das linke Zentrum Z mit Bild und Adresse abzudrucken.
Ob es sich hier um schlechten Wahlkampf oder um rechte Meinungsmache handelt ist nicht ersichtlich. Leider verwundert es uns nicht und passt allzu gut zur öffentlich nicht aufgearbeitete Geschichte des OVB und seines Firmengründers Alfons Döser (NSDAP-Mitgliedsnummer 4007128). Dieser nutzte die Notlage seines Konkurrenten, Heinrich Bergmann während der Nazizeit schamlos aus, womit er die Grundlage für das bis heute erscheinende OVB legte. Dafür wurde er auch im Spruchkammerverfahren zu 300 Arbeitstagen Sonderarbeit verurteilt, ebenso wurden 25 % seines Vermögens eingezogen. Allerdings wurden Teile des Urteils später aufgehoben (nachzulesen in: Weber, Klaus (2009); Döser und Kathrein. Profiteure der Nazis? Geschichtswerkstatt kolbermoor e.V S.6,S.78, S.34f, S. 37).

Unsere Antwort wurde, wie zahlreiche andere, jedoch nicht veröffentlicht . Die Stellungnahmen verschiedener Bündnismitglieder und -partner*innen sind auf der Seite von „Rosenheim nazifrei“ veröffentlicht:
https://nazifrei.rosenheim.tk/2017/08/01/289/