Archiv für Dezember 2014

So, 18.01.15: Max Brym liest aus seinem aktuell erschienenen Buch „Es begann in Altötting“

So, 18.01.: Max Brym liest aus seinem aktuell erschienenen Buch „Es begann in Altötting“

Wie war das Leben im stockkatholischen Altötting der 60er und 70er Jahre? Max Brym gibt in seinem Werk einen packenden Einblick in die Biografie eines politischen Aktivisten.
Die pointierte Darstellung seines Kampfes gegen Faschismus und Imperialismus, gegen Ausbeutung und Unterdrückung lässt für den Leser eine ganz andere Seite der jüngeren deutschen Geschichte erlebbar werden.
Die Lesung beginnt um 19:00 Uhr, der Eintritt ist frei, Spenden sind erwünscht. Die Veranstaltung wird von der Bibliothek_A in Kooperation mit dem Z organisiert.

Buch des Monats: Psychiatrie im Nationalsozialismus

Psychiatrie im Nationalsozialismus: Die Bayerischen Heil- und Pflegeanstalten zwischen 1933 und 1945

Antje Kosemund hat mehr als 20 Jahre lang Informationen über das Schicksal ihrer Schwester Irma Sperling gesammelt, die als geistig behindertes Kind nach Wien deportiert und ermordet wurde. 2013 wurde die Antifaschistin für ihr besonderem Engagement für die Erinnerung an die Opfer des „Euthanasie-Programms“ der NS-Diktatur mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Am So, 11.01.15 kommt die 86 Jährige in das Rosenheimer Z (Innstr 45a) und steht nach Vorführung des Films „Meine Schwester Irma“ für ein Zeitzeug_innengespräch zur Verfügung.

Anlässlich des Besuches von Frau Antje Kosemund präsentieren wir das Buch „Psychiatrie im Nationalsozialismus: Die Bayerischen Heil- und Pflegeanstalten zwischen 1933 und 1945“ als unser Buch des Monats. In der Zeit des Nationalsozialismus wurden 20.000 psychisch kranke Menschen aus Bayern ermordet oder starben einen qualvollen, bewusst herbeigeführten Hungertod. Die bayerischen Heil- und Pflegeanstalten selbst, die eigentlich zur Betreuung und zum Schutz ihrer Patienten gegründet worden waren, beteiligten sich aktiv an den Verbrechen. Beschäftigte der heutigen bayerischen Bezirkskrankenhäuser haben diese Taten anhand der Archive ihrer Häuser aufgearbeitet und das jahrzehntelange Schweigen gebrochen. Das daraus entstandene und bereits 1999 erschienene (inzwischen ausverkauft) Buch, gilt als einzigartige Standardwerk und ist weiterhin aktuell. Lokalgeschichtlich ist besonders der Beitrag von Hans Ludwig Bischof zur „Heil- und Pflegeanstallt Gabersse“ (S. 363 ff.) interessant. (mehr…)