Buch des Monats Februar: Gedenken abschaffen

Am 13. Februar 2014 wollen (Neo-)Nazis, anlässlich des inzwischen 69. Jahrestag der Bombardierung Dresdens, wieder versuchen, ihre menschenverachtende Ideologie auf die Straße zu tragen. In den letzten 4 Jahren konnte der Aufmarsch erfolgreich blockiert werden (aktuelle Infos zu 2014: http://www.dresden-nazifrei.com/ und http://noexcuses.noblogs.org/). Neben den Nazis wird auch in diesem Jahr wieder der Opfermythos von Seiten der Stadt und der Bürger_innen zelebriert werden. Die alliierten Luftangriffe vom 13. bis 15. Februar 1945 bilden bis heute einen festen Bezugspunkt der Erinnerung und des Gedenkens in Dresden. Durch die Jahrzehnte war die Stadt Kulminationspunkt und Ausdruck jeweils aktueller Geschichtspolitik. Deshalb haben wir uns entschieden, das im vergangenen Jahr erschienene Buch „Gedenken abschaffen. Kritik am Diskurs zur Bombardierung Dresdens 1945.“ zu unserem „Buch des Monats“ zu erklären. Nicht zuletzt aufgrund des jährlichen Naziaufmarsches werden nun Mythen hinterfragt, Fakten erforscht und die nationalsozialistische Geschichte Dresdens benannt. Aber reicht das? Muss nicht vielmehr das Gedenken selbst abgeschafft werden? Dieser Sammelband sagt: ja! Die hier versammelten Texte geben einen Überblick über Inhalte und Entwicklungen des Dresdner Gedenkens und liefern eine grundlegende Kritik an diesem sowie an aktueller deutscher Erinnerungspolitik.
Als Onlineleseprobe hat der Verlag das Inhaltsverzeichnis und das Vorwort online gestellt. Offline kann das Buch ab sofort im Z durchgeblättert werden, ihr findet es auf dem „Buch des Monats“ Ständer. Zukünftig findet ihr es mit der Signatur „ ???“ in der Bibliothek_A.

Herausgeber*innen: Autor_innenkollektiv Dissonanz
Titel: Gedenken abschaffen.
Untertitel: Kritik am Diskurs zur Bombardierung Dresdens 1945.
ISBN: 9783943167238
Seiten: 343 Seiten
Veröffentlichung: Januar 2013
Verlag: Verbrecher Verlag
Preis: 15,00 €