05.02.19: Szenische Lesung und Vortrag von Leonhard F. Seidl im Z

Grundlagen für ein neues Leben – Der Anarchosyndikalist Fritz Oerter
Am Dienstag 05.02.19 kommt der Schriftsteller Leonhard F. Seidl nach Rosenheim und stellt das Leben und Wirken des Anarchosyndikalist Fritz Oerter vor. Der Anti-Kriegs-Aktivist“ Fritz Oerter wäre dieses Jahr 150 Jahre alt geworden. In seiner Leihbücherei in Fürth wollte er Literatur allen zugänglich machen, in seinen Texten kämpfte er für eine gerechte und gewaltfreie Welt. Seidl zeichnet seinen Lebensweg über seinen Besuch bei der Feministin Emma Goldmann in New York bis zu seinem Tod 1935 in Gedichten, Texten und Bildern: kurzweilig, informativ und voller Anekdoten.

Die von der Bibliothek_A organisierte Veranstaltung beginnt um 19:00 Uhr im Rosenheimer linken Zentrum „Z“ (Innstr 45a). Der Eintritt ist frei

Jan19 – Unser Buch des Monats: „Auf den Spuren von Georg Schuhmann und Alois Lahn“

Am Sonntag, 13.01.19 referiert Andreas Salomon in der Rosenheimer Vetternwirtschaft zum„roten Kolbermoor“. Er stellt in seinem Vortrag zunächst die Geschichte der Kolbermoorer Arbeiterbewegung dar, um dann vor Augen zu führen, was während der sechs Monate der Rätezeit konkret passierte. Er wird zeigen, wie sehr die Kolbermoorer hinter ihren Räten standen und was diese für ihre Stadt leisteten.
Wir haben uns deshalb entschieden, sein bereits im Jahr 2000 erschienenes Buch „Auf den Spuren von Georg Schuhmann und Alois Lahn: ein Beitrag zur Kolbermoorer Räterepublik“ (DGB-Bildungswerk, 2000, 150 Seiten)
Momentan findet ihr es auf dem „Buch des Monats“ Ständer, ansonsten mit der Signatur „Ros-S 2“ in der Bibliothek_A.

Im folgenden dokumentieren wir die Pressemitteilung der Geschichtswerkstatt zu der Veranstaltung am 13.01.19:
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Buch des Monats Dezember: „Es lebe das freie Bayern“ (Taschenkalender)

Unser Buch des Monats, ist dieses mal ein Kalender. Unter dem Titel „Es lebe das freie Bayern“ hat die geschichtswerkstatt Rosenheim ein Taschenkalender auf Spurensuche zur Revolutions- und Rätezeit im Raum Rosenheim. Auf 350 Seiten dokumentiert der von der Geschichtswerkstatt Rosenheim herausgegebene Kalender die lokalen Ereignisse vor hundert Jahren, eine Zeit, als in Bayern die Monarchie gestürzt wurde. Nach dem die Erstauflage (500 Stück) in wenigen Wochen Weg war, ist nun eine Zweitauflage (nochmal 150) Stück erschienen. (mehr…)

Buch des Monats: „Sperlingskinder“ von Antje Kosemund

Am Samstag 02.06.18 kommt die Zeitzeugin Antje Kosemund (Stiftung Auschwitz-Komitee) nach Wasserburg und referiert zum Thema Euthanasie während des Nationalsozialismus und deren Aufarbeitung. Die Veranstaltung wird von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft in Kooperation mit der Gruppe „contre la tristesse“ und dem Kurt Eisner Verein organisiert und findet im Rahmen einer Exkursionsreihe zu kaum bekannten NS-Gedenkstätten im Raum Rosenheim statt. Die Teilnahme an der Führung und dem Zeitzeugengespräch ist kostenlos. Aus Rosenheim gibt es eine Exkursionsfahrt. Diese startet um 12:15 Uhr am Bahnhof Rosenheim. Die Kosten für die Zugfahrt nach Wasserburg müssen die Teilnehmenden selbst bezahlen.
Weitere Informationen gibt es unter: https://contre.rosenheim.tk/nationalsozialismus-in-rosenheim/

Wir nehmen die Exkursion zum Anlass, das 2011 im VSA Verlag erschienene Buch „Sperlingskinder“ von Antje Kosemund zu unserem Buch des Monats zu küren:

Antje Kosemund
Sperlingskinder

Faschismus und Nachkrieg:
Vergessen ist Verweigerung der Erinnerung!
184 Seiten | mit zahlreichen Fotos | 2011 | EUR 16.80
ISBN 978-3-89965-494-3

Antje Kosemund erzählt die Geschichte ihrer Familie. Ihre Erinnerungen und ihr Wirken bis in die Gegenwart sind Zeugnis für ein widerständiges Leben – gegen die Verdrängung der Wunden, die Faschismus, Kriegszeit und Nachkriegszeit bei vielen Opfern und ihren Angehörigen hinterlassen haben.
Das von der Autorin beschriebene Lebensbild reicht zurück bis zum November 1932, als die Hitler-Diktatur bereits ihre Schatten voraus warf. Die Verhaftung des Vaters Bruno Sperling durch die Gestapo im Mai 1933, die Ängste und Einschränkungen während der NS-Zeit wurden zu prägenden Erfahrungen.
Sie haben Antje Kosemund nicht entmutigt – im Gegenteil. Die letzten Worte der früh verstorbenen Mutter, »Pass gut auf die Kleinen auf«, wurden ihr zur Verpflichtung. Ein Schwerpunkt ihrer Geschichte ist daher die Gedenkarbeit für die lange vergessene Schwester Irma, die als Kind dem »Euthanasie«-Mordprogramm der Nazis zum Opfer fiel. Die Kraft und Hartnäckigkeit, die notwendig waren, um ihr und ihren Leidensgefährtinnen endlich einen würdigen Gedenkort zu schaffen, zeigt: Erinnerung kann befreiend sein!

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Des weiteren wollen wir auf ein weiteres zu dem Thema passendes Buch aus dem Bibliothek_A Bestand hinweisen: „Psychiatrie im Nationalsozialismus: Die Bayerischen Heil- und Pflegeanstalten zwischen 1933 und 1945“ (Signatur nat-C1):
In der Zeit des Nationalsozialismus wurden 20.000 psychisch kranke Menschen aus Bayern ermordet oder starben einen qualvollen, bewusst herbeigeführten Hungertod. Die bayerischen Heil- und Pflegeanstalten selbst, die eigentlich zur Betreuung und zum Schutz ihrer Patienten gegründet worden waren, beteiligten sich aktiv an den Verbrechen. Beschäftigte der heutigen bayerischen Bezirkskrankenhäuser haben diese Taten anhand der Archive ihrer Häuser aufgearbeitet und das jahrzehntelange Schweigen gebrochen. Das daraus entstandene und bereits 1999 erschienene (inzwischen ausverkauft) Buch, gilt als einzigartige Standardwerk und ist weiterhin aktuell. Lokalgeschichtlich ist besonders der Beitrag von Hans Ludwig Bischof zur „Heil- und Pflegeanstallt Gabersse“ (S. 363 ff.) interessant.

Unsere neununddreißig Bücher des Monats – die MEW

Heute zum 200. Geburtstag von Karl Marx präsentieren wir statt dem Buch des Monats unsere 39 Bücher des Monats: Die Marx-Engels-Werke (MEW) auch bekannt als Blaue Bände. Bei uns in der Bibliothek_A haben wir:

* Bd. 1–22 (Werke und Schriften): Hier sind die bekannten philosophischen, ökonomischen, historischen und politischen Werke, Publikationen, Artikel und Reden von Marx und Engels abgedruckt, darunter bspw. „Die deutsche Ideologie“ (Bd. 3), das „Kommunistische Manifest“ (Bd. 4), „Der achtzehnte Brumaire des Louis Bonaparte“ (Bd. 8 ), „Kritik des Gothaer Programms“ (Bd. 19) oder Engels‘ „Anti-Dühring“ (Bd. 20).
* Bd. 23–26.3 (ökonomische Schriften): Dieser Bereich umfasst die drei Bände von Marx‘ Hauptwerk „Das Kapital“ (Bd. 23–25) und die „Theorien über den Mehrwert“ (Bd. 26.1–26.3), einen Teil des ökonomischen Manuskripts der Jahre 1861–1863.
* Bd. 27–39 (Briefe): Die Briefbände umfassen den Briefwechsel von Marx und Engels miteinander und an dritte Personen (jedoch anders als die MEGA nicht die Briefe dritter Personen an Marx und Engels) aus dem Zeitraum 1842–1895.
Auch haben wir:
* Zwei Verzeichnisbände: Ein erster Band (Marx Engels Verzeichnis – Erster Band: Werke Schrift Artikel) im Jahre 1968, ein zweiter (Marx Engels Verzeichnis – Zweiter Band: Briefe Postkarten Telegramme) 1971.
* Sachregister für Bd. 1–39: Nachdem bereits 1983 bei Pahl-Rugenstein ein Sachregister für die MEW erschienen war, folgte die offizielle Ausgabe des Dietz Verlags im Jahr 1989 (Karl Marx – Friedrich Engels Werke. Sachregister (Band 1–39)).

Noch nicht in unserem Bestand sind die Ergänzungsbände Bd. 40–44. Falls die wer zu hause rum stehen hat und nicht mehr braucht: Bücherspenden sind bei uns (genauso wie Geldspenden) herzlich willkommen.